Coaching Schulverpflegung

Kinder beim gemeinsamen Mittagessen in Mensa

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Das Coaching unterstützt Schulen dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Jedes Schuljahr können sich dafür interessierte Schulen bewerben. Allen Verantwortlichen der Schulverpflegung steht während eines Schuljahres ein Coach mit Rat und Tat zur Seite, um unter anderem die Empfehlungen des Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestmöglich umzusetzen.
Wir haben Ihr Interesse geweckt? Voraussichtlich können Sie sich ab Frühjahr 2018 wieder für das Coaching Schulverpflegung bewerben.

Faltblatt Coaching Schulverpflegung (zum Ausdrucken)

Ziel ist es, das Essensangebot nach den Leitgedanken Bayerischen Leitlinien - Gesundheit, Wertschätzung, Nachhaltigkeit und Ökonomie - zu optimieren.

Bayerische Leitlinien Schulverpflegung - schulverpflegung.bayern.de Externer Link

Ansprechpartnerin

Christine Zehnter
AELF Würzburg
Von-Luxburg-Straße 4
97074 Würzburg
Telefon: +49 931-7904-812
Fax: +49 931 7904-722
E-Mail: poststelle@aelf-wu.bayern.de

Coaching Schulverpflegung 2017/18

Das Coaching bietet den teilnehmenden Schulen die Möglichkeit, die warme Mittagsverpflegung zu verbessern.
Die Schulen werden von September 2017 bis Juli 2018 von einer Ernährungsfachkraft individuell gecoacht. Gemeinsam mit dem Coach analysieren sie ihr Verpflegungsangebot und legen individuelle Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung fest. Dabei werden die Aspekte Gesundheitsförderlichkeit, Nachhaltigkeit, Wertschätzung und Wirtschaftlichkeit betrachtet.

Gemeinsame Termine

Die Gruppenveranstaltungen bieten die Möglichkeit, sich mit anderen Kitas oder Schulen auszutauschen und damit wertvolle Anregungen für die anstehenden Entscheidungen zu erhalten.
Donnerstag, 18.01.2018 • 14:30 - 17:00 Uhr
Workshop "Nachhaltige Verpflegung"
Juli 2018
Abschlussveranstaltung mit Urkundenverleihung

Teilnehmende Schulen 2017/2018 in Unterfranken

Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Schweinfurt

Info Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Schweinfurt
Als größte Schule in Schweinfurt mit ca. 1.000 Schülerinnen und Schülern und über 100 Lehrkräften bietet das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium derzeit sowohl einen offenen als auch einen gebundenen Ganztagszweig an und ist zudem Ausbildungsschule für Studienreferendare. Das Gymnasium liegt außerhalb der Innenstadt, sodass die Notwendigkeit einer Mittagsverpflegung besteht.
Aufgrund des Interesses am gebundenen Ganztagszweig sowie der damit verbundenen steigenden Anzahl von Schülerinnen und Schülern, die die Mittagsverpflegung täglich in Anspruch nehmen, möchte das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium sein Konzept zur Schulverpflegung unter fachkundiger Anleitung optimieren. Das Team dafür hat sich bereits gefunden: Mitgliedern der Schulleitung, des Kollegiums und Vertretern der Eltern wollen mit dem Betreiber der schuleigenen Mensa sowie des Pausenverkaufs, dem afz Schweinfurt, das Angebot mit Schwerpunkt auf Gesundheitsförderung erweitern bzw. umgestalten.
Hauptanliegen ist, alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig davon, ob sie die gebundenen Ganztagesklassen besuchen oder nicht, für ein vielfältiges, gesundes Mittagessen zu begeistern. Es soll ein Bewusstsein für ein vollwertiges, nachhaltiges Ernährungsverhalten auch außerhalb des Elternhauses geschaffen werden.
Das Gymnasium will gemeinsam mit dem Sachaufwandsträger, der Stadt Schweinfurt, und dem Betreiber der Mensa, dem afz Schweinfurt, das Konzept optimieren und die Wünsche von Schülern und Eltern einbeziehen. Der Lebensraum Schule soll für die gesamte Schulfamilie noch ansprechender werden und somit auch die Lernvoraussetzungen positiv beeinflussen.
Herausforderungen

Folgende Ziele hat das Essensgremium des AvH-Gymnasiums erarbeitet:

  • Einführung täglich wechselnder Aktionsangebote in der Mensa und im Pausenverkauf (für den Pausenverkauf: Zusammenarbeit hinsichtlich des Speisenangebots mit dem Schülercafé Mathe Macchiato)
  • Veränderung des aktuellen Speisenangebots hinsichtlich gesundheitlicher Aspekte
  • Einrichtung eines Salatbüffets mit wechselnden Toppings und Dressings
  • Reduktion auf zwei warme Speisen (ein Fleisch-bzw. Fischgericht und ein vegetarisches Angebot), dafür dauerhaft ein großer Salatteller zur Auswahl
  • Von Elternseite wird eine Berücksichtigung vegetarischer bzw. veganer Angebote, vorzugsweise im Schülercafé Mathe Macchiato, gewünscht
  • Evtl. leichte Modifikation des Bezahlsystems in der Mensa
  • Ausbau einer To-Go-Produktpalette für die Oberstufenschüler
  • Verfassen eines Leistungsverzeichnisses zwischen der Schulleitung des AvHGymnasiums und dem Speisenanbieter als grundlegende Vereinbarung der zukünftigen Zusammenarbeit

Dreiberg-Schule, Knetzgau

Rückblick

Teilnehmende Schulen 2016/2017 in Unterfranken

Albrecht-Dürer-Mittelschule Haßfurt

Außenansicht Albrecht-Dürer-Mittelschule Haßfurt
Die Mittelschule mit offenem und gebundenem Ganztagsangebot hat 285 Schülerinnen und Schüler. Zum Schuljahr 2016/17 wird die Zwischenverpflegung an der Schule zusammen mit der AWO Ebern als Kooperationspartner neu organisiert. Im Rahmen des Coaching soll die Pausenverpflegung dabei ausgewogen, gesund und schülergerecht gestaltet werden. Zusätzlich sollen Schülergruppen aktiv in die Auswahl und die Herstellung des Angebots eingebunden werden.
Herausforderungen
Das Schulforum hat sich bereits im November zur 1. Sitzung getroffen, um Ideen und Anliegen zur Pausenverpflegung auszutauschen. Frau Grunwald und Frau Pfeil konnten dabei drei Schülergruppen für aktuelle Themen zur Umwelt-, Werbung,- und Plakatierung gewinnen. Die Jugendlichen wünschen sich z.B. einen Obstsalat in wiederverwendbaren Schälchen sowie „Fair Trade“ – Produkte im Sortiment. Ein Infostand mit Kostproben soll die Aufmerksamkeit wecken und die „ jungen Kunden“ ganzheitlich sensibilisieren. Am Projekttag, der von Experten begleitet wird, können wertvolle Erkenntnisse, im Hinblick auf das Wechselspiel zwischen Ernährung und Gesundheit, eröffnet werden. Feine Rezepte werden bereits in der Schulküche sowie in der Back-stube des Cateres erprobt. Es wird sehr deutlich, wie wichtig die Schule ihren Erziehungsauftrag diesbezüglich nimmt.
Lösungsansätze
Das Essensgremium entwickelt die Idee eine Projektwoche gemeinsam mit der Schulgemeinde und ihren Kooperationspartnern zu planen. Ein wesentlicher Beweggrund ist dabei, die Sensibilisierung aller Sinne, um den Kindern und Jugendlichen gesundheitsfördernde Speisen und Getränke schmackhaft zu machen. Das Fachwissen wird Frau Dr. Osterkamp-Bearens den Schülern in einem Vortrag/Workshop näher bringen. Clever-fit-gesund – Das ist das Motto, um Ernährung, Bewegung und Erholung in Einklang zu bringen. Die angebahnte Vernetzung mit Unterrichtsfächern und Pausenverpflegung ist auch nachhaltig denkbar. Professionell gestaltete Rezeptkarten, sowie ein Produktauszeichnungssystem entsteht bereits im Unterricht. Der Caterer ist sehr aktiv im Hinblick auf das Erproben neuer Rezepturen, um den Kundenwünschen gerecht zu werden.
Plakat mit Aufschrift Lecker! Lecker! Lecker! Probiert die neue Pausenverpflegung - ihr entscheidet mit!

Werbeplakat © Eva Dümmler

Ergebnisse
Das neue Sortiment vom Pausenverkauf ist für Eltern und Schüler bald auf der Homepage der Schule einsehbar. Den Schülerwunsch – Verpackungen zu reduzieren – erfüllte der Caterer, indem er nun selbst gebackene und zuckerreduzierte Cookies unverpackt verkauft. Neue Rezepturen für die Teige werden eingeführt, dabei wird das Weizenmehl mit Dinkel- und Vollkornmehl ausgetauscht. Die SMV darf sich weiterhin Gedanken zu gesundheitsfördernden Angeboten machen und ihre Ideen mitteilen. Möglicherweise könnte sich im nächsten Schuljahr auch eine AG bilden, die sich dem Hintergrundwissen zur cleveren Pausenverpflegung annimmt.
"Knackige Pausen" können zukünftig durch Lebensmittelspenden realisiert werden und bereichern zusätzlich das Angebot. Wünschenswert wäre ein staatlich gefördertes "Fruchtprogramm", das ähnlich wie das Schulfruchtprogramm in der Mittelstufe Einzug findet. Die Kooperation mit dem Eine-Welt-Laden wird in Erwägung gezogen. Eine ganzheitliche Sensibilsierung der Sinne konnte bei den Jugendlichen erreicht werden. Sie hatten während der Gesundheitswoche die Möglichkeit, mit Spaß und Freude hochinteressante Stationen zu durchlaufen und ein umfangreiches Sportprogramm zu erleben.

Ansprechpartner und Kontakt:
Albrecht-Dürer-Mittelschule Haßfurt
Dürerweg 22, 97437 Haßfurt
Schulleiterin: Susanne Vodde
Verpflegungsbeauftragte: Hedwig Richter
Coach: Eva Dümmler
Internet: www.hs-hassfurt.de Externer Link

Hugo-von-Trimberg-Grund-und-Mittelschule Niederwerrn

Außenansicht Hugo-von-Trimberg-Grund-und-Mittelschule
Die Grund- und Mittelschule bietet ihren über 370 Schülern offene und gebundene Ganztags- sowie Mittagsbetreuung an. Seit dem vergangenen Schuljahr hat sie einen neuen Caterer, mit dem sie gemeinsam ihr Angebot noch gesundheitsförderlicher gestalten möchte.
Herausforderungen
Die Schüler essen zeitversetzt. Während eine Gruppe isst, kommt die nächste. Dies erzeugt Unruhe und erhöht den Geräuschpegel in der Mensa. Die vorhandenen Regeln für die Schüler und das Betreuungspersonal sind nicht einheitlich und werden infolge dessen unterschiedlich umgesetzt.
Die Schule wünscht sich vom Caterer eine Weiterentwicklung des Speiseplans mit einem höheren Anteil an Vollkornprodukten und Fischgerichten, die den Kindern schmecken.
Lösungsansätze
Es braucht einen strukturierten Ablauf, um die Lärmbelästigung beim Mittagessen in der Mensa zu reduzieren. Vorhandene Regeln werden überprüft und an die veränderten Gegebenheiten angepasst.
Durch das Angebot von Gesellschaftsspielen soll die Wartezeit der Schüler bis zum Verlassen der Mensa sinnvoll überbrückt werden.
Es wird erwägt, die Mensa mit Lärm dämmenden Elementen auszustatten.
Der Caterer testet bereits kindgerechten Gerichte, die für die Gemeinschaftsverpflegung tauglich sind.

Ergebnisse

  • Die Tablettausgabe wurde an einem anderen Ort in der Mensa platziert, um den Eingangsbereich frei zu halten. Es wurden gänzlich neue „Laufwege“ zur Essensausgabe erprobt und etabliert. Sie haben sich als sehr gut erwiesen und zu einer ruhigeren Atmosphäre bei der Essensausgabe geführt.
  • Die Mensaregeln wurden im Essensgremium von den Mittagsbetreuern komplett überarbeitet und für alle verbindlich umgesetzt. Zur Vertiefung der Mensaregeln wird in Zusammenarbeit mit der Theater-AG der Schule ein kleiner Demonstrationsfilm in ansprechend, amüsanter Weise gestaltet.
  • Nach wie vor, führen die Zeit versetzten Essenszeiten zu Unruhe. Für die „Leerlaufphasen“ werden den Schüler Kartenspiele und aus dem „Zeitungsprojekt“ verschiedene Zeitungen und Zeitschriften in der Mensa zur Verfügung gestellt.
  • Zur weiteren Lärmreduktion ist die Anschaffung von Raumteilern geplant. Durch die räumliche Umstrukturierung ist hierfür nun Platz vorhanden. Der Sachaufwandsträger hat die Realisierung für das kommende Schuljahr eingeplant.
  • Da die Stühle für das Reinigungspersonal am Ende der letzten Essenszeit hochgestellt werden müssen, dies aber nicht von „kleinen“ Schülern übernommen werden kann, wird jede Woche eine andere Schülergruppe (ab Jahrgangsstufe 7) diese Aufgabe übernehmen.
  • Der Caterer erhält über einen kleinen Fragebogen wöchentlich Rückmeldung von ausgewählten "Essenscheckern". Weiterhin versucht der Caterer Fischgerichte und Vollkorngerichte in den Speiseplan zu integrieren.
  • Zur Vermeidung von Speiseresten und zur Sensibilisierung der Schüler im Umgang mit Lebensmitteln, wird den Kindern durch Sammeln der Abfälle, der Anfall vor Augen geführt.

Stimmen zum Coaching

  • Das Essensgremium befürwortet die geplanten Maßnahmen und steht hinter den oben genannten Zielvorgaben, bzw. hat sie mit entwickelt. Das Coaching-Projekt ist ein weiterer Schritt im Hinblick auf die Schulentwicklungsplanung, die seit einigen Jahren an der Schule läuft.
  • Kollegen, die nicht im Ganztag involviert sind, wussten zunächst nichts mit dem Begriff anzufangen. Nach der Erklärung waren sie sehr aufgeschlossen und fragten auch immer mal nach, „wie es denn so läuft…“
  • Besonders interessiert zeigten sich Kollegen an dem Thema Essensreste, da sie dies auch im alltäglichen Unterricht feststellten: Viel wird weggeworfen, ohne darüber nachzudenken…
  • Joe Philipps, der Mitglied im Essensgremium ist, findet die Sitzungen, in denen alle Beteiligten am runden Tisch sitzen, sehr interessant und vor allem die Tatsache, dass er als Schüler genauso mitsprechen kann und darf, wie jedes erwachsene Mitglied des Gremiums;
  • Die Kolleginnen des externen Partners haben im Rahmen des Essenscoaching sozusagen direkt an der Front mitgewirkt und viele der besprochenen Regeln und Veränderungen in die Praxis gebracht; sie sind unser wichtigster Partner in diesem Projekt gewesen; die Nachhaltigkeit der getroffenen Vereinbarungen wird hauptsächlich durch ihren Einsatz und Ideen gewährleistet.

Ansprechpartner und Kontakt:
Hugo-von-Trimberg-Grund-und-Mittelschule
Pestalozzistraße 11, 97464 Niederwerrn
Schulleiterin: Ute Kempf
Verpflegungsbeauftragte: Angelika Müller
Coach: Hiltrud Drachenberg
Internet: www.vsniederwerrn.de Externer Link

Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen

Außenansicht Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen
Das Gymnasium hat einen offenen Ganztag und liegt in Fußnähe zur Bad Kissinger Innenstadt. Das Mittagessen an der Schule wird vom Hausmeister im Cook & Freeze-System angeboten. Das Thema "Gesunde Ernährung" ist durch verschiedene Projekte zwar an der Schule präsent. Die Mittagsverpflegung soll im Rahmen des Coachings jedoch gesünder gestaltet werden.

Herausforderungen

  • Die Essenszahlen sind in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Ziel ist, dass wieder mehr Schüler in der Mensa essen. Dafür muss ein Werbekonzept entworfen werden. Für die Schüler der Offenen Ganztagsschule (OGS) ist das Essen freiwillig. Vielleicht könnten künftig die OGS-Schüler der fünften und sechsten Klasse zum gemeinsamen Mittagessen in der Mensa verpflichten werden?
  • Das Essen wird tiefgekühlt in einzelnen Portionen in Aluschalen geliefert und vor Ort regeneriert. Die Schüler essen aus den Aluschalen. Täglich haben die Schüler die Wahl zwischen 11 Gerichten. Es gibt kaum Gemüse und keinen Salat. Beim Essen ist kein Getränk inbegriffen.
  • Das Essensgremium und die Mensabetreiber Frau und Herr Büttner möchten ein neues Essenskonzept; Frau Büttner prüft Alternativen zur Aluschale. Das Essen soll weiterhin in der Küche regeneriert werden, aber mit einzelnen frischen Komponenten ergänzt werden. Im Januar 2017 stellt sich ein neuer Essensanbieter vor. Zur Arbeitserleichterung soll ein 4-Wochen-Saison-Speiseplan nach DGE – Richtlinien eingeführt werden.
  • Die Küchenausstattung ist auf das Essenskonzept abgestimmt. Es gibt keinen Herd. Die Spülmaschine ist nicht rückengerecht.
  • Die Mensa ist kein abgeschlossener Raum. Dadurch ist es relativ laut, unruhig und im Herbst/Winter durch das ständige Öffnen der Tür zum Pausenhof zugig. Damit Schüler und Lehrer das Essen in der Mensa genießen können, soll der Raum freundlich gestaltet werden. Probeweise werden Stellwände zwischen dem Gang bzw. Essensausgabe und Essensbereich aufgestellt. Die Türe zum Pausenhof soll während der Essenszeit abgeschlossen werden. Hinweisschilder werden von Schülern gestaltet.
Lösungsansätze
Für die neue Essenslinie benötigte der Caterer (Frau und Herr Büttner) einen neuen Essensanbieter. Es wurden zwei Firmen ausgewählt, die sich dem Essensgremium vorgestellt haben. Beide Anbieter verzichten auf Zusatzstoffe bzw. Hefeextrakt bei der Zubereitung ihrer Speisen. Bei den jeweiligen Testessen wurden verschiedene Speisen/Gerichte vorgestellt. Appetito konnte die Schüler geschmacklich überzeugen.
Für eine reibungslose Umstellung mussten Tabletts, Kochutensilien und Geschirr angeschafft werden.
Um die Atmosphäre in der Mensa zu verbesseren, wurden vom Elternbeirat die Tische und Stühle gefälliger angeordnet. Die Kältebrücke an der Tür konnte durch optimierte Einstellung der Wärme-Luft-Schleuse behoben werden.
Um mehr Ruhe beim Essen zu ermöglichen, wurde die Ausgabe der Speisen vom Essbereich der Mensa durch Stellwände getrennte.
Ergebnisse
Am 27.03.2017 startete die Essensumstellung. Appetito liefert die Speisen, die von Frau Büttner regeneriert werden und mit frischen Komponenten z.B. Salat, Dessert ergänzt werden. Die Schüler können täglich zwischen zwei Menülinien wählen. Die zweite Menülinie ist immer ein vegetarisches Gericht.
In der ersten Woche wurden die Schüler und Lehrer von Tutoren unterstützt.
Diese beantworteten nicht nur die Fragen zur Geschirrrückgabe, sondern sam-melten die Kommentare bzw. Beurteilungen der Schüler und Lehrer.
Seit der Umstellung sind die Essenszahlen wieder gestiegen. Auch von Seiten der Lehrer sind einige Stammesser hinzugekommen.

Weitere Ziele

  • Anschaffung einer Küchenmaschine
  • Farbliche Gestaltung der Mensa
  • Schalldämmung in der Mensa
  • Aufstellen von Tischen und Bänken im Außenbereich
  • Werbung für die Mensa: Tutoren gehen mit den 5. Klassen gemeinsam essen,
    Aktionswochen z.B. Italien-Woche, Werbeaktionen durch Schüler in regelmäßigen Abständen
  • Getränke zu den Mahlzeiten evlt. Installation eines Wasserspenders
  • Zusätzliche Kühlmöglichkeiten evtl. eine Tiefkühlzelle
  • Anschaffung einer neuen Spülmaschine
  • Nachfrage nach vegetarischen Gerichten/Speisen stäken, z. B. P-Seminar Nachhaltigkeit – Ernährung
Stimmen zum Coaching:
Die Äußerungen sind von einer Flipchart übernommen, auf der sich Schüler wie Lehrer in der Mensa zum Mittagessen äußern können:
Ich gebe fünf Sterne *****! - War mega lecker!!! – Es ist gut, dass es etwas Warmes und Kaltes gibt – saulecker! Ich würde es jederzeit wieder kaufen! – Sehr lecker, aber der Quark war nicht süß genug! - Endlich mal was Gesundes, sehr geil! – Kein Essen für Jungs dabei! Sonst gut!
Plakat mit Bildern von gefüllten Tellern und Aufschrift "Neues Essen. Ab 27. März."

Werbeplakat

Speiseplan vom 3.4. bis 6.4.2017, Gerichte sind unter anderem Hähnchenschnitzel, Fischburger, Gemüseburger, Käsespätzle und Kartoffelpuffer.

Speiseplan

Ansprechpartner und Kontakt:
Jack-Steinberger-Gymnasium
Steinstraße 18, 97688 Bad Kissingen
Schulleiter: Frank Kubitza
Verpflegungsbeauftrager und stv. Schulleiter: Jens Beck
Coach: Iris Burger
Internet: www.jack-steinberger-gymnasium.de Externer Link

Jenaplan-Schule Würzburg

Außenansicht Jenaplan-Schule Würzburg
Die Jenaplan-Schule Würzburg bietet seit 2006 ihren zurzeit 81 Schülerinnen und Schülern als Grund- und Mittelschule ein warmes Mittagessen an. Ein gemeinsames Mittagessen und eine gute Schulverpflegung sind ein wesentliches Element einer rhythmisierten Ganztagsschule. Neben dem gemeinschaftlichen Erlebnis des Essens geht es hierbei auch um die Ernährungsbildung. Beispielsweise gibt es eine AG, in der Schüler internationale Speisen nachkochen. Die Kinder und Jugendlichen sollen bewusst essen (und trinken) und sich mit Fragen einer gesunden Ernährung auseinandersetzen. Sie haben auch eigene Vorstellungen und Bedürfnisse und wollen mit entscheiden, was auf den Tisch kommt. Ins Schuljahr 2016/17 startet die Schule mit einem neuen Caterer.

Herausforderungen

  • Die Umstellung auf den neuen Caterer Wunschwerk GmbH war ein voller Erfolg. Die Schüler und Lehrkräfte loben das "neue" Essen. Der Koch Herr Kaiser bereitet die Speisen mit frischen Lebensmitteln und ohne Fertigprodukte zu. In der Schule werden die Speisen von Herrn Kaiser an die Schüler ausgegeben. So besteht ein guter Kontakt und reger Austausch.
  • Das gemeinsame Ziel des Caterers Wunschwerk und der Schulleitung ist es, dass die Schüler auch unbekannte Lebensmittel/Gerichte kennenlernen und testen. Hierfür werden täglich die verwendeten Lebensmittel bzw. Symbole auf einem Tisch aufgebaut.
  • Die Küchenausstattung entspricht nicht mehr den Anforderungen und soll optimiert werden, um einen zügigen Arbeitsablauf zu gewähren. Es finden bereits Planungsgespräche mit dem Caterer Wunschwerk und der Schulleitung statt.
  • Gerade bei den jüngeren Schülern ist es während des Essens oft unruhig und laut. Dies liegt zum Teil an der Raumgestaltung, die wenig Schall resorbiert, und zum anderen am Ablauf der Essensausgabe. Jeder Schüler holt sein Essen bzw. den Nachschlag oder Nachtisch an der Ausgabe selbst ab. Zur Verringerung der Unruhe könnte das Essen pro Tisch in Schüsseln und auf Platten portioniert werden und der jeweilige Tischdienst würde dann das Essen servieren. Die Schulleitung informiert sich bereits über verschiedene Möglichkeiten zu einer Verbesserung der Raumakustik.
  • Um den Wohlfühlfaktor der Mensa zu steigern, möchten die Schüler ihre Mensa farblich neu gestalten. Die Gruppen erarbeiten Farbvorschläge, über die alle Schüler abstimmen. Außerdem wünschen sich die Schüler neue Bilder an den Wänden. Ein Vorschlag war, Lebensmittel- oder Gewürzbilder aufzuhängen.
Lösungsansätze
Bei der Suche nach Tischen und Stühlen, die auf die Körpergröße der Essensgruppen abgestimmt werden können, stieß die Schule auf zusammenklappbare Tischgruppen. In einer Probephase wird nun getestet, wie schnell die Tischgruppen auf und abgebaut werden können. Die Tischgruppen wurden hierfür kostenlos zur Verfügung gestellt.
Um den Ablauf in der Küche und die Essensausgabe zu optimieren, wurden Pläne zum Umbau der Küche und Mensa erstellt.
Ergebnisse
Bereits in den Pfingstferien startet der erste Abschnitt des Umbaus. Dieser beinhaltet die Vorwandinstallation für die neue Spülstraße mit Verlegung der Anschlüsse (Wasser, Abwasser und Elektrizität); Aufbau der Spülstraße und der neuen Arbeitstische.
In den Sommerferien beginnt die Umgestaltung der Mensa. Durch den Bau einer Trennwand mit Durchreicheschrank soll nicht nur räumlich die Essensausgabe von der Mensa getrennt werden, sondern auch der Geräuschpegel reduziert werden. Damit sich die Schüler in ihrer Mensa wohlfühlen, wurde ihnen bei der Farbauswahl freie Hand gelassen. Mehrheitlich haben sie sich auf die Farben Magenta und Muskat festgelegt. Es haben sich bereits Schüler freiwillig gemeldet, die das Streichen ihrer Mensa übernehmen möchten.
Weitere Ziele:
Steigerung des Gemüseverzehrs - die Vorschläge der Schüler wurden vom Caterer Wunschwerk GmbH und der Schulleitung positiv aufgenommen.
  • Mehr Rohkost im Speiseplan aufnehmen und Salat einzeln (je eine Schüssel Blattsalat, Gurkenscheiben, geraspelte Karotten usw.) mit separatem Dressing anbieten.
  • Unbekannte Speisen/Gemüsesorten im Unterricht bzw. Morgenkreis besprechen
  • Thema evtl. am Sommerfest aufgreifen: Rezeptflyer, Nachhaltigkeit, Geschmackstest

Ansprechpartner und Kontakt:
Jenaplan-Schule Würzburg
Wallgasse 10, 97070 Würzburg
Schulleitung: Klaus Bernegau
Verpflegungsbeauftragte: Sigrid Walter
Coach: Iris Burger
Internet: www.jenaplan-schule-wuerzburg.de Externer Link

Mittelschule Gochsheim

Außenansicht Mittelschule Gochsheim
Die Sportmittelschule hat ab dem aktuellen Schuljahr nur noch gebundene Ganztagsklassen und einen M-Zug. Insgesamt besuchen 315 Schüler die Schule. Die Schüler des Ganztags nehmen verpflichtend am Essen teil. Gemeinsam mit ihrem Caterer möchte die Schule sie zu einer ausgewogeneren Essenswahl bewegen.
Herausforderungen
Die Schüler können aus den Komponenten zweier Menüs auswählen. Sie zeigen zum Teil eine sehr untypische und unausgewogene Zusammenstellung ihres Mittagsmenüs bzw. wählen nur eine Speisenkomponente aus. Die Hintergründe für dieses Verhalten sollen ermittelt werden, um gezielte Ansatzpunkte für Maßnahmen zu entwickeln.
Die Möglichkeit der Schüler auf die Menüauswahl Einfluss zu nehmen soll vergrößert werden.
Gemeinsam mit ihrem Caterer möchte die Schule ihre Schüler zu einer ausgewogeneren Essensauswahl bewegen. Konzepte für eine entsprechende Motivation sollen entwickelt werden.
Lösungsansätze
Es soll ein System entwickelt werden, wie Schüler vor der Auswahl die Möglichkeit haben, ein unbekanntes Gericht oder Lebensmittel zu probieren.
Durch Elemente aus dem AID-Konzept Schmeckperten soll im Unterricht Ernährungswissen vermittelt und praktisch erfahrbar werden.

Ergebnisse

  • Die Aufgabe der Auswahl der beiden angebotenen Mittagessen wurde auf die Betreuerin während der Mittagszeit übertragen, um das Feedback der Schüler unmittelbar in den Auswahlprozess einfließen lassen zu können. Dies hat zu einer höheren Partizipation der Schüler geführt.
  • Das Ausgabepersonal bietet den Schüler an, neue Gerichte bzw. Menükomponenten durch kleine Portionen und Häppchen zu probieren. Hiervon machen die Schüler gerne Gebrauch und entscheiden sich häufiger als bisher für das neue Speisenangebot.
  • Die Schüler wünschten sich verstärkt ein neues Speisenangebot des Caterers, da der bisherige 6-Wochen-Speiseplan bereits seit Jahren bestand. Hierauf hat der Caterer mit einem neuen Speiseplan reagiert, der sich bis zu den Sommerferien in der Testphase befindet. Zum Ende des Schuljahres soll durch eine Abfrage bei den Schülern und weiteren Datenerhebungen die Gerichte, die gut angekommen sind, in einen neuen 6-Wochen-Speiseplan übernommen werden. Die ersten Reaktionen auf das neue Speisenangebot sind positiv.
  • Die Schulleitung sieht den Bedarf, strukturiert Ernährungswissen und Ernährungsbildung an die Schüler zu vermitteln. Dies soll im kommenden Schuljahr mit den neuen 5. Klassen mit Hilfe der Unterlagen aus dem AID Angebot "Schmeckperten" erfolgen.
  • Das Coaching hat Schulleitung und Caterer in einen engeren Dialog gebracht und gezeigt, dass Lösungswege von beiden Seiten beschritten werden, um das Speisenangebot attraktiv zu halten. Sie verstehen sich als Akteure in einem kontinuierlichen Pro-zess der Verbesserung des Verpflegungsangebotes und damit der Qualität der Schulverpflegung.

Ansprechpartner und Kontakt:
Adam-Riese-Straße 12, 97469 Gochsheim
Schulleiter: Detlev Haas
Verpflegungsbeauftragte und Ganztagsklassenkoordinatorin: Sandra Boy
Coach: Hiltrud Drachenberg
Internet: www.mittelschule-gochsheim.de Externer Link

Paul-Gerhardt-Schule Kahl am Main

Außenansicht Paul-Gerhardt-Schule Kahl am Main
Die privat Evangelische Grundschule, Mittelschule und Wirtschaftsschule mit offenem Ganztag und Mittagsbetreuung besuchen 450 Schülern. Die Zwischenverpflegung bestreiten drei Anbieter, jeweils zu unterschiedlichen Pausen: In der ersten Pause verkauft der Hausmeister, in der zweiten Pause bietet das Catering-Unternehmen, das auch fürs Mittagessen sorgt, an und während der Mittagspause gibt es parallel zum Mittagessen Snacks vom Schülerbistro PAULA. Im Rahmen des Coachings sollen alle Angebote gesünder gestaltet und aufeinander abgestimmt werden.
Herausforderungen
Im Rahmen des Coachings sollen alle Angebote gesünder gestaltet und aufeinander abgestimmt werden. Hierbei sollen auch die Schülerwünsche berücksichtigt werden.
Lösungsansätze
Zunächst soll ein Fragebogen die Meinung der Schüler zur Zwischenverpflegung ermitteln. Danach sollen absatzsteigernde Maßnahmen für ein gesünderes Pausenangebot entwickelt werden, z.B. in Form einer Ernährungsrallye an einem Aktionstag. Dabei soll auch langfristig mehr Wertigkeit im Umgang mit Lebensmitteln erreicht werden. Flankierende Projekte sind dafür erforderlich, um langfristig eine Umstellung zu erreichen.
Plakat mit Kräutern und leeren weißen Feldern, auf denen Gläser stehen

Ernährungsrallye
© Beate Miebach-Dold

Ergebnisse
Die Schüler wurden schriftlich befragt zur Pausenverpflegung. Daraufhin wurde im März eine 4-tägige Ernährungsrallye durchgeführt, an der alle Schüler beteiligt waren und intensiv für das Thema gesunde Ernährung sensibilisiert wurden. Die Zusammensetzung der Pausenverpflegung wird nun in Richtung eines gesunden Angebotes überarbeitet und an einem Aktionstag im Juni werden die neuen Rezepte zur Verkostung angeboten. Danach soll das neue Angebot der Pausenverpflegung eingeführt werden.

Ansprechpartner und Kontakt:
Paul-Gerhardt-Schule
Freigerichter Straße 12, 63796 Kahl am Main
Schulleiter: Joachim Witzmann
Verpflegungsbeauftragte und Lehrkraft: Cäcilie May
Coach: Beate Miebach-Dold
Internet: www.pgs-kahl.de Externer Link