Veränderte Kriterien für Schweinehalter
Die Initiative Tierwohl geht in die nächste Runde

Ferkel in Bewegungsbucht

Die dritte Programmphase der Initiative Tierwohl (ITW) steht ab 2021 an. Ziel ist es, eine geschlossene ITW-Lieferkette von der Geburt des Tieres bis zum Endprodukt beim Verbraucher herzustellen. Ab 2021 sollen die Lieferketten bis zur Ferkelerzeugung geschlossen werden.

Um ein einheitliches Tierwohl-Niveau zu schaffen, wurden die Kriterien der ITW für Schweinehalter verändert. Der künftig geltende Kriterienkatalog entspricht weitgehend den aktuell gültigen Grundanforderungen mit Tageslichteinfall, zehn Prozent mehr Platz und umfassenden Maßnahmen zur Tiergesundheit.
Raufutter künftig Pflicht

Allerdings werden die Kriterien "zusätzliches organisches Beschäftigungsmaterial" und "Raufutter" zu einem Kriterium zusammengefasst. Raufutter wird damit zur Pflicht.

Teilnahme verlängern oder neu einsteigen

Jetzt bietet die ITW interessierten Landwirten die Möglichkeit, ihre Teilnahme zu Verlängern oder in neu in die 3. Programmphase zu starten.
Der Zugang ins Programm ist gestaffelt möglich:

  • Die 1. Registrierungsphase geht vom 15. September 2020 bis 23. Oktober 2021 und steht den jetzigen Teilnehmern zur Verfügung sowie neu teilnehmenden Mastschweinebetrieben.
  • Ferkelerzeuger können sich in der 2. Registrierungsphase vom 1. Februar bis zum 1. März 2021 anmelden
Ausdrücklich nur für Schweinemäster gilt:

Bei einer Vorabanmeldung für Raufutter können Betriebe, die dieses Kriterium bereits umsetzen, seit dem 1. November 2020 erste Auszahlungen erhalten. Betriebe, die das Kriterium Raufutter nicht umsetzten, können abhängig vom Zeitpunkt der Auditfreigabe ebenfalls ab November Auszahlungen erhalten.