Stand: 15.01.2019
Aktuelle Pflanzenbauhinweise für Unterfranken

Pflanzenbauhinweise für den Regierungsbezirk Unterfranken vom Erzeugerring für landwirtschaftlich pflanzliche Qualitätsprodukte Würzburg e. V. und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Würzburg.

Termine der Pflanzenbautage

Montag, 28.01.2019 • 19:00 Uhr
Eisingen
VeranstaltungsortSankt Josef Stift, Pfarrer Robert Kümmert Str. 1, 97249 Eisingen
Dienstag, 29.01.2019 • 19:00 Uhr
Markt Rimpar
VeranstaltungsortSportheim, Mühlhäuser Str., 97222 Markt Rimpar
Donnerstag, 31.01.2019 • 19:00 Uhr
Gaukönigshofen
VeranstaltungsortHaus der Jugend, Hauptstr., 97253 Gaukönigshofen

Pflanzenbau - Hotline

Da momentan viele Fragen zur neuen Düngeverordnung (Düngebedarfsermittlung, Rote Gebiete, Nährstoffbilanz, Stoffstrombilanz, usw.) an uns gerichtet werden, haben wir bereits jetzt im Januar die Besetzungszeit unserer Hotline von Mo. - Fr. jeweils auf 8 – 12 Uhr verlängert. Dort beantworten unsere Pflanzenbauberater alle Ihre fachlichen Fragen zur Dünge-VO.
Bitte haben Sie Verständnis, dass unsere Verwaltungskräfte in der ER Geschäftsstelle Ihre fachlichen Fragen nicht beantworten können.

Ausführungsverordnung (AVDüV) zur DüV / "Rote, weiße und grüne Gebiete"

Mit dem Inkrafttreten der Ausführungsverordnung (AVDüV) zur Düngeverordnung am 01.12.2018 gelten auf Flächen in roten Gebieten zusätzlich drei Auflagen, um die
Nitratbelastung des Grundwassers zu reduzieren.
Um die Übersicht zu erhalten, auf welchen Feldstücken die drei zusätzlichen Auflagen einzuhalten sind, können Sie sich diese ab sofort in iBALIS in der Feldstückkarte anzeigen lassen. Dazu müssen Sie vorab den Layer "Nitratgefährdete Gebiete (AVDüV)" zuladen. Gehen Sie dafür zunächst auf den Reiter "Feldstückkarte". Bei der "Legende" rechts klicken Sie auf das "Stiftsymbol" und es öffnet sich das Fenster "Ebenenauswahl". Klicken Sie da auf "Ebene hinzufügen", um den Layer "Nitratgefährdete Gebiete (AVDüV)" auswählen zu können. Im Anschluss speichern Sie Ihre Auswahl. Ab Zoomstufe 6 können Sie nun die "roten" und "weißen" Gebiete auf der Feldstückkarte einsehen. Die Flächen, die nicht rot oder weiß markiert sind, gelten als "grüne Gebiete".
Zudem können Sie in iBALIS einsehen, wieviel Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche Ihres Betriebes im sogenannten „grünen Gebiet“ liegt. Betriebe mit mindestens 80 % Flächenanteil im grünen Gebiet können Erleichterungen nach § 2 AVDüV erhalten. Dafür klicken Sie auf der linken Seite auf "Betriebsinformation" und wählen dann oben rechts den Reiter "Nitratgefährdete Gebiete (AVDüV)" aus.

Ausführungsverordnung Düngeverordnung / „Rote Gebiete“

Mit der neuen Düngeverordnung (DüV) und deren Ausführungsverordnung (AVDüV), die ab dem 01.12.2018 in Kraft tritt, werden die sogenannten nitratgefährdeten „roten Gebiete“ definiert. Bewirtschafter von Feldstücken in diesen Gebieten müssen folgende drei Auflagen einhalten:
  • Untersuchung von Wirtschaftsdüngern sowie Gärrückständen aus Biogasanlagen vor dem Aufbringen auf Gesamtstickstoff, verfügbaren Stickstoff bzw. Ammoniumstickstoff und Gesamtphosphat
    • Jährliche Untersuchung des mengenmäßig bedeutendsten Wirtschaftsdüngers.
    • Das Untersuchungsergebnis muss in der Düngebedarfsermittlung für alle nitratgefährdeten Flächen verwendet werden.
    • Das vorliegende Untersuchungsergebnis darf grundsätzlich nie älter als ein Jahr sein.
  • Jährliche Untersuchung des im Frühjahr pflanzenverfügbaren Stickstoffs auf allen Ackerschlägen bzw. Bewirtschaftungseinheiten (ausgenommen mehrschnittiger Feldfutterbau), mindestens auf jeder Kultur. Ziehung:
    • Bei Getreide, Raps, Zuckerrüben dürfen Nmin Untersuchungen ab den 10.1. gezogen werden. Bei Kartoffeln dürfen Nmin Untersuchungen ab den 15.2 gezogen werden. Bei Mais ist eine Ziehung ab 5.3 möglich.
    • Es ist mindestens eine Nmin- oder EUF-Probe je Kultur zu ziehen.
    • Die Ermittlung des im Boden verfügbaren Stickstoffs kann für die weiteren nitratgefährdeten Feldstücke derselben Kultur mit dem N-Simulationsverfahren der LfL erfolgen. Das EDV-Programm wird in Kombination mit der Online-Anwendung der LfL zur Düngebedarfsermittlung Mitte Januar 2019 zur Verfügung gestellt. Ausnahme: keine Düngung wesentlicher Nährstoffmengen (weniger als 50kg N und 30 kg P2O5 im Jahr). Ausnahme: Betriebe und Flächen die nach §8 Abs. 6 DüV von der Düngebedarfsermittlung befreit sind, müssen keine Nmin-Untersuchungen durchführen.
  • Einhaltung von erhöhten Gewässerabständen bei der Düngung mit 5 m statt 4 m auf ebenen Flächen und 10 m statt 5 m auf Flächen mit mehr als 10 % Hangneigung zur Böschungsoberkante.

Empfehlungen für die Sommerungen 2019 für das Beratungsgebiet des Fachzentrums Würzburg

  • Sommergerste: Standard: Avalon, Accordine, Solist
  • Sommerweizen: KWS Scirocco (E), Quintus (A, Grannenweizen), Licamero (A)
  • Hafer: Apollon, Max, Poseidon, Yukon
  • Körnererbsen: Alvesta, Astronaute, Respect, Salamanca, LG Amigo
  • Ackerbohnen: Fuego, Fanfare, Tiffany
  • Sojabohnen: Kältere Lagen (Reifebereich 000): ES Comandor, begrenzt: Merlin
  • Wärmere Lagen: (Reifebereich 00/000): RGT Shouna, Solena, SY Livius
  • Warme Lagen: PZO Silvia
Sorte Sorte Nutzungsschwerpunkt
Grasbetonte Ration
Nutzungsschwerpunkt
Maisbetonte Ration
Nutzungsschwerpunkt
Biogas
Körnermais früh Silomais früh
200 KWS Stabil 200 KWS Stabil x
210 Sunshinos 210 Farmezzo x x
220 ES Hubble 210 Keops x x
220 Agro Fides x x
220 LG 30248 x x
Körnermais mittelfrüh Silomais mittelfrüh
230 Farmezzo 230 Farmfire x x
230 KWS 2322 240 Charleen x x
240 LG 30258 240 ES Metronom x x
240 P 8329 240 Geoxx x x
240 Toutati CS 240 Quentin x x
250 DKC 3350 250 Surterra x x
250 ES Asteroid
Körnermais mittelspät Silomais mittelspät
Keine Empfehlung 260 P8666 x
270 SY Monolit x
280 ES Peppone x
280 P 8888 x
280 Poesie CS x
Die detaillierten Versuchsergebnisse und Sortenbeschreibungen erhalten Sie mit dem Weißen Versuchsberichtsheft voraussichtlich zu Weihnachten oder aktuell im Internet unter: . Die aktuelle Ausgabe des Versuchshefts erhalten
Sie voraussichtlich zu Weihnachten.

Mais - Landesanstalt für Landwirtschaft Externer Link

Ausführungsverordnung Düngeverordnung / "Rote Gebiete"

Mit der neuen Düngeverordnung (DüV) und deren Ausführungsverordnung (AVDüV), die ab dem 01.12.2018 in Kraft tritt, werden die sogenannten nitratgefährdeten „roten Gebiete“ definiert. Bewirtschafter von Feldstücken in diesen Gebieten müssen folgende drei Auflagen einhalten:
  • Untersuchung von Wirtschaftsdüngern sowie Gärrückständen aus Biogasanlagen vor dem Aufbringen auf Gesamtstickstoff, verfügbaren Stickstoff bzw. Ammoniumstickstoff und Gesamtphosphat
  • Jährliche Untersuchung des im Frühjahr pflanzenverfügbaren Stickstoffs auf allen Ackerschlägen bzw. Bewirtschaftungseinheiten (ausgenommen mehrschnittiger Feldfutterbau), mindestens auf jeder Kultur
    Ziehung: Eine Probe je Kultur. Für weitere nitratgefährdete Feldstücke Ermittlung des verfügbaren Stickstoffs mittels N-Simulationsverfahrens oder Ziehung einer Bodenprobe pro Bewirtschaftungseinheit
  • Einhaltung von erhöhten Gewässerabständen bei der Düngung mit 5 m statt 4 m auf ebenen Flächen und 10 m statt 5 m auf Flächen mit mehr als 10 % Hangneigung zur Böschungsoberkante.
Als nitratgefährdet gilt ein Feldstück, dessen Fläche zu mehr als 50 % in der Gemarkung des roten Gebietes liegt. Nähere Informationen dazu sind im IBALIS ab Mitte Dezember verfügbar. Ab diesem Zeitpunkt sind die Gebiete dann endgültig eingestuft.
Für die Untersuchung des Bodens sind zwei Verfahren zulässig, die Nmin-Methode im Rahmen von DSN und die Elektro-Ultrafiltrations-Methode (EUF).
Folgende Angaben gelten für die zwei Verfahren:

EUF-Bodenuntersuchung:

  • Abgabetermin Ackerbau: 1. Juli – 30. August und 1. November – 5. Dezember
  • Ziehung: Eine Probe pro Bewirtschaftungseinheit (Schlag mit gleicher Vorfrucht, Düngung, Ertrag und Bodenart) oder je Kultur
  • Kosten pro Probe (N, P, K, Ca, Mg, Bor, S) (zzgl. MwST.): 24,90 Euro
  • Weitere Informationen: Bodengesundheitsdienst Ochsenfurt

Nmin-Bodenuntersuchung:

  • Probenahmetermine: ab 15. Januar: für alle Kulturen außer Kartoffeln, Mais (z.B. Getreide, Zuckerrüben, Raps); ab 15. Februar: für Kartoffeln; ab 5. März: für Mais
  • Kosten pro DSN-Untersuchung: ca. 21 Euro Netto
  • Weitere Informationen unter DSNonline – Düngeberatungs-system Stickstoff (https://www.lfl.bayern.de/iab/duengung/032467/index.php)
Weitere Auskunft erteilt das zuständige AELF, der ER Würzburg e.V. oder der Ringwart.

Stellenausschreibung des AELF Karlstadt

Projektmitarbeiter/-in Wildlebensraumberatung in Vollzeit befristet auf drei Jahre.

Weitere informationen - AELF Karlstadt Externer Link

Verschiebung der Sperrfrist

Für den Landkreis Rhön-Grabfeld wurde jetzt auch noch ein Antrag auf Sperrfristverschiebung um zwei Wochen gestellt.
Die Sperrfrist für Grünland, Dauergrünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau (Aussaat bis spätestens 15. Mai 2018) wird für den Regierungsbezirk Unterfranken um zwei Wochen verschoben auf den Zeitraum 15. November 2018 bis einschließlich 14. Februar 2019 für die Landkreise Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Haßberge, Main-Spessart, Miltenberg, Aschaffenburg und die Stadt Aschaffenburg.
Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte in Unterfranken sind von der Verschiebung nicht betroffen.
Diese Verschiebung gilt für die Ausbringung von Düngemitteln mit wesentlichen Gehalten an Stickstoff, ausgenommen Festmist von Huftieren oder Klauentieren oder Komposte. Im Übrigen bleiben die
Bestimmungen der Düngeverordnung unberührt. Dies gilt insbesondere für das Verbot, Düngemittel auf überschwemmten, wassergesättigten, gefrorenen oder mit Schnee bedeckten Boden auszubringen. Auch Vorgaben in Wasserschutzgebieten bleiben weiterhin gültig.
Hinweis für Grenzgebiete: Für die zu beachtende Sperrfrist ist die Lage der Fläche (in welchem Landkreis?) und nicht der Betriebssitz maßgeblich.

Hinweise zum Herbizideinsatz im Wintergetreide

Nach den regional unterschiedlich gefallenen und zum Wochenende bzw. Anfang nächster Woche angekündigten Niederschlägen werden sich auch dort, wo bisher wegen der trockenen Verhältnisse noch keine Unkrautbekämpfung durchgeführt wurde, die Bedingung für einen Herbizideinsatz verbessern.
Die Voraussetzung für eine gute Wirkung ist nur bei ausreichender Bodenfeuchte gegeben. Die aktuelle Nebelbildung kann dies begünstigen.
Aktuell ist noch mit einer guten Verträglichkeit zu rechnen, da die Temperaturen um 10° C, keine Nachtfröste und mindestens noch 10 bis 14 Tage Vegetationszeit zu erwarten sind. Beachten Sie aber dennoch die kurzfristigen Wettervorhersagen insbesondere die Nachtfrostgefahr. In den letzten Jahren waren Herbizidbehandlungen bis Mitte November möglich.
Lassen es die Einsatzbedingungen zu und ist mit Besatz von Ungräsern (Ackerfuchsschwanz) zu rechnen, sollte eine Herbizidbehandlung (Flufenacet-haltige Produkte) noch im Herbst angestrebt werden. Vor allem bei früh gesäten Beständen ist dies sinnvoll, da bei diesen eine starke Vorwinterentwicklung der Unkräuter und Ungräser zu erwarten sind.
Auch erleichtert der Einsatz bodenaktiver Mittel im Herbst den im Rahmen des Resistenzmanagements nötigen Wirkstoffwechsel innerhalb der Fruchtfolge.
Genauere Informationen zum Herbizideinsatz im Getreide entnehmen Sie bitte dem RS 7/2018 ab Seite 7. Die Aufwandmenge von Bacara forte + Cadou SC wurde im Rundschreiben versehentlich falsch übertragen. Es muss richtig 0,75 l/ha Bacara forte + 0,3 l/ha Cadou SC lauten. Wir bitten dies zu entschuldigen und zu beachten!

Verschiebung der Sperrfrist

Die Sperrfrist für Grünland, Dauergrünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau (Aussaat bis spätestens 15. Mai 2018) wird für den Regierungsbezirk Unterfranken um zwei Wochen verschoben auf den Zeitraum 15. November 2018 bis einschließlich 14. Februar 2019 für die Landkreise Bad Kissingen, Haßberge, Main-Spessart, Miltenberg, Aschaffenburg und die Stadt Aschaffenburg.
Diese Verschiebung gilt für die Ausbringung von Düngemitteln mit wesentlichen Gehalten an Stickstoff, ausgenommen Festmist von Huftieren oder Klauentieren oder Komposte. Im Übrigen bleiben die Bestimmungen der Düngeverordnung unberührt. Dies gilt insbesondere für das Verbot, Düngemittel auf überschwemmten, wassergesättigten, gefrorenen oder mit Schnee bedeckten Boden auszubringen.
Auch Vorgaben in Wasserschutzgebieten bleiben weiterhin gültig.

Hinweis für Grenzgebiete: Für die zu beachtende Sperrfrist ist die Lage der Fläche (in welchem Landkreis?) und nicht der Betriebssitz maßgeblich.

Aktuelles zur DüngeVO: Sonderregelung bei Raps-Umbruch

(Konrad Offenberger, Alexander Kavka LfL Agrarökologie – Düngung, Freising)
In einigen Regionen ist die anhaltende Trockenheit dafür verantwortlich, dass der Winterraps sehr lückig oder gar nicht auflief oder nach der Keimung wieder abstarb. Erfolgte zum Raps eine Düngung entsprechend der Vorgaben nach § 6 Abs. 9 DüV, stellt sich die Frage, welche Nachbaumöglichkeiten noch bestehen, wenn der Raps umgebrochen wird.
Bei Getreidevorfrucht ist hinsichtlich der Einhaltung der Vorgaben zunächst zu prüfen, ob Wintergerste angebaut werden kann. Besteht diese Möglichkeit nicht, ist ausnahmsweise auch die Aussaat anderer Kulturen (z. B. Winterweizen, Triticale) zulässig. Wenn die N-Düngung zu Winterraps nach ortsüblichen Bedingungen erfolgte und dann unabsehbar aufgrund der extremen Trockenheit der Stickstoff von der Kultur nicht verwertet werden konnte, wird in diesen Fällen der Nachbau von z. B. Winterweizen nicht als Verstoß gegen die Düngeverordnung geahndet.
Voraussetzung für Inanspruchnahme dieser Sonderregelung ist, dass der Raps tatsächlich ausgesät wurde. Der Saatgut-Zukauf ist zu belegen (z. B. Saatgutrechnung, Saatgut-Etikett). Es ist (formlos) zu dokumentieren, auf welchen Flächen der Raps umgebrochen und eine andere Kultur nachgebaut wurde. Die Richtigkeit bzw. Plausibilität der Angaben wird bei Kontrollen geprüft.

VerbringungsVO bei Abgabe von Wirtschaftsdüngern beachten

Wer mehr als 200 t oder m³ Wirtschaftsdünger pro Jahr an andere Betriebe abgibt, muss dies nach VerbringungsVO (einmalig) der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft melden.

Meldeformular - LfL Externer Link

Darüber hinaus sind bei Abgabe/Aufnahme von Wirtschaftsdüngern an/aus anderen Betrieben auch entsprechende Aufzeichnungen (Lieferscheine) zu erstellen, die mindestens Name und Anschrift des Abgebers und Aufnehmers (bzw. auch des Transporteurs), das Datum, die Menge sowie die Wirtschaftsdüngerart enthalten. Bei Sekundärrohstoffdüngern (Gärresten, Komposten, Fruchtwasser, Waschwasser…) sind zusätzlich auch die Gehalte an Stickstoff (Gesamt N) und Phosphat (P2O5) anzugeben. Die Mengen sind entsprechend den Aufzeichnungen in der Nährstoffbilanz zu berücksichtigen.

Gute Fachliche Praxis (GFP)

Zur sachgerechten Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gehört nicht nur die Beachtung der in der Gebrauchsanweisung enthaltenen Bestimmungen und Auflagen, sondern auch die Einhaltung der "Guten Fachlichen Praxis". Bestandteil der GFP ist u.a. die Beachtung des Mindestabstandes von mindestens 2 Metern zu benachbarten öffentlichen und privaten Grundstücken (dies sind z. B. Haus- und Kleingärten, Wohnbebauung, Sport und Spielplätze, Schul- und Kindergartengelände). Dieser Abstand ist auch zu sog. "Umstehenden" – das sind z.B. Fußgänger oder Radfahrer auf angrenzenden Wegen - einzuhalten. Im Gegensatz zu den Grundstücken, zu denen der Abstand unabhängig davon, ob sich dort Personen aufhalten, einzuhalten ist, reicht es hier aus, wenn die Spritzarbeit kurzzeitig unterbrochen wird, bis sich die Personen weit genug entfernt haben. Näheres hierzu finden Sie im Pflanzenschutzteil des Versuchsberichtsheftes 2017 auf Seite 194 ff.
Ein weiteres Thema, das immer wieder Anlass zu Beschwerden gibt, ist die Anwendung von Pflanzenschutzmittel bei windiger Witterung. Gerade in Nachbarschaft zu den o. g. Grundstücken sollte grundsätzlich nur bei Windstille behandelt werden. Aber auch in der freien Flur gilt es die Grundsätze der GFP zu beachten. Demnach sind Spritzeinsätze bei dauerhaften Windgeschwindigkeiten über 5 m/s, Temperaturen über 25 °C oder relativer Luftfeuchte unter 30 % zu vermeiden. Diese Bedingungen können zu erheblichen Mittelverlusten durch Abtrift und Verflüchtigung führen. Auch abtriftmindernde Düsen rechtfertigen keinen Einsatz bei stärkerem Wind. Bei einigen Mitteln bzw. Wirkstoffen gelten sogar strengere Maßstäbe (z.B. bei prosufocarb und pendimethalin-haltigen Mitteln: Auflage NT 170: max. 3 km/h Wind).

Aktuelles zur Düngeverordnung

Die Landesanstalt für Landwirtschaft hat ihre Internetseite zur Düngeverordnung aktualisiert. Sie finden zahlreiche Erläuterungen zu den neuen Vorschriften sowie eine Antwortsammlung auf häufig gestellte Fragen (FAQ) unter

Düngeverordnung - LfL Externer Link

Fortbildung zur Sachkunde im Pflanzenschutz: neuer Zeitraum, neue Vorträge

Vorderseite des Sachkundenachweises Pflanzenschutz
Für sogenannte „Altsachkundige“ begann der erste Dreijahreszeitraum am 01.01.2013 (s. Rückseite Scheckkarte!) und endete am 31.12.2015. Der zweite Dreijahreszeitraum begann am 01.01.2016 und endet am 31.12.2018. In diesem Zeitraum muss wieder eine Fortbildung besucht werden. Dabei ist es unerheblich, wann Altsachkundige in diesem Dreijahreszeitraum an einer Fortbildung teilnehmen.
Für den Besuch der Fortbildung ist also nicht der Abstand zur ersten Fortbildung maßgeblich, sondern nur ein Besuch im jeweiligen Zeitraum (also 1. Zeitraum 2013 – 2015, 2. Zeitraum 2016 – 2018, 3. Zeitraum 2019 – 2021 usw.).
Alle, die ein anderes Datum als den 01.01.2013 auf der Rückseite Scheckkarte stehen haben, müssen innerhalb von 3 Jahren erstmalig eine Fortbildung besuchen. Beispiel: Scheckkarte 24.03.2015 -> 1. Zeitraum 24.03.2015 - 24.03.2018, 2. Zeitraum 24.03.18 - 24.03.2021, usw.
Bitte nehmen Sie wenn möglich an einer unserer Veranstaltungen teil, um frühzeitig und ohne Zeitdruck die Anforderungen für den 2. Zeitraum zu erfüllen. Die beiden Pflichtvorträge ("Rechtsgrundlagen" und "Integrierter Pflanzenschutz") wurden inhaltlich komplett neu gestaltet. Als weitere Vorträge haben wir mit "Applikation, Düsen- und Gerätetechnik" sowie "Sachgerechte Schadnagerbekämpfung" zwei interessante neue Themen für Sie ausgewählt. Es gibt also keine Wiederholung der Themen vom ersten Zeitraum, sondern es warten neue Themenbereiche mit praktischen Tipps rund um den Pflanzenschutz auf Sie – von unseren kompetenten und erfahrenen Pflanzenbauberatern. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie wieder auf einer unserer Veranstaltungen begrüßen könnten.

Anmeldeformular - www.agrarberatung-bayern.de Externer Link