Stand: 25.02.2019
Aktuelle Pflanzenbauhinweise für Unterfranken

Pflanzenbauhinweise für den Regierungsbezirk Unterfranken vom Erzeugerring für landwirtschaftlich pflanzliche Qualitätsprodukte Würzburg e. V. und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Würzburg.

Hinweise zum Winterraps – Gelbschalen rechtzeitig aufstellen und kontrollieren!

Aufgrund der warmen Temperaturen (über 10° C) hat der Zuflug der Stängelschädlinge (Großer Rapsstängelrüssler und Gefleckter Kohltriebrüssler) in einigen Regionen von Unterfranken bereits begonnen. Deshalb ist es ratsam eigene Gelbschalen aufzustellen, da sich daraus unterschiedliche Bekämpfungsstrategien ableiten lassen. Diese sollten ca. 15 – 20 m im Rapsfeld und ca. 10 cm über dem Bestand in der Höhe aufgestellt werden. Die Schalen sind mit einem engmaschigen Gitter (max. 8 x 8 mm) zum Schutz von Bienen und Hummeln abzudecken. Der Große Rapsstängelrüssler überwintert im Boden vorjähriger Rapsfelder. Deshalb sollte ein besonderes Augenmerk auf solche Flächen gelegt werden. Der Gefleckte Kohltriebrüssler hingegen bevorzugt Laubstreu von Hecken und Waldrändern zur Überwinterung.
Als Bekämpfungsrichtwert für den Großen Rapsstängelrüssler und den Gefleckten Kohltriebrüssler gilt nach wie vor ein Summenwert von 10 bis 15 Käfern pro Gelbschale innerhalb von drei Tagen. Beachten Sie, dass beim Zuflug von Großen Rapsstängelrüsslern, nach Überschreitung des Schwellenwertes, spätestens nach vier bis fünf Tagen mit einem geeigneten Insektizid (siehe unten) behandelt werden muss. Da der gefleckte Kohltriebrüssler bei den derzeitigen Temperaturen nicht sofort seine Eier ablegt, besteht noch kein unmittelbarer Handlungsbedarf, sondern es kann noch maximal zwei Wochen gewartet werden.
Sollte es wie 2018 wieder zu einem Kälteeinbruch nach Beginn des ersten Zufluges kommen, sind die Fangzahlen genau zu beachten. Wurde die Schadschwelle nicht oder nur knapp erreicht, kann getrost bis zur nächsten Warmphase mit Zuflug und Schwellenüberschreitung gewartet werden. Wurde jedoch die Schadschwelle bei der ersten Zuflugwelle bereits deutlich überschritten, so sollte auch bei anhaltender Kälte eine Bekämpfung erfolgen, jedoch kann diese ca. zwei bis drei Wochen hinausgezögert werden.
Soweit keine Rapsglanzkäfer in der Gelbschale mitgefangen werden, können altbekannte Pyrethroide vom Typ 2 wie z.B.: Karate Zeon (75 ml/ha), Kaiso Sorbie (150 g/ha), Nexide (80 ml/ha) eingesetzt werden. Die genannten Produkte sind bienenungefährlich (B4).

EDV-Programm zur Simulation des Nmin-Wertes online verfügbar!

Bei der Ermittlung des Düngebedarfs muss bei der Berechnung unter anderem der Nmin-Gehalt im Boden abgezogen werden. In „grünen“ und in „weißen“ Gebieten können weiterhin die veröffentlichten Nmin-Werte zur Berechnung herangezogen werden. Die Berechnung ist beispielsweise mit dem LKP-Berechnungsprogramm, LfL-Excelprogramm aber auch mit dem LfL-Onlineprogramm möglich.
In den "roten Gebieten" besteht jedoch die Auflage, dass je Fruchtart eine Stickstoff-Bodenuntersuchung vorliegen muss. Auf den restlichen "roten Flächen" derselben Kultur kann der Nmin-Wert durch das LfL-Simulationsprogramm ermittelt werden. Diese Simulation ist nur mit der neuen Onlineversion der LfL-Düngebedarfsermittlung möglich. Soll ein Nmin-Wert simuliert werden, darf im Programm für diese Feldstücke keine Nmin-Wert Eingabe erfolgen. Wird ein Nmin-Wert angegeben, wird dieser zur Berechnung herangezogen.
Über den Link ist das Simulationsprogramm abrufbar. Wird diese Simulation nicht angewandt, muss im roten Gebiet für jedes Feldstück eine Stickstoff-Bodenuntersuchung durchgeführt werden.

Simulationsprogramm - LfL Externer Link

DSN-Düngeempfehlungen

Derzeit werden die DSN-Düngeempfehlungen verschickt. Aufgrund des hohen Aufkommens im Labor, bitten wir um Verständnis, dass es zur Verzögerungen kommen kann.

Nährstoffvergleich

Herr Schwab aus dem Landkreis Kitzingen erstellt keine Nährstoffvergleiche mehr. Das ER-Büro kann diese Dienstleistung bei Bedarf übernehmen. Bitte senden Sie uns das entsprechende Formular zu.

Ausnahmeregelung für die erste Düngegabe im Frühjahr 2019

Gemäß der Düngeverordnung muss vor der ersten Ausbringung von wesentlichen Nährstoffmengen die Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphat für jeden Schlag oder jede Bewirtschaftungseinheit schriftlich durchgeführt werden.

Aufgrund der Neuerungen 2019, die vor allem in roten Gebieten zusätzliche Bodenstickstoff- und Wirtschaftsdüngeruntersuchungen erfordern, und diese bisher in vielen Fällen jedoch nicht vorliegen, wurde folgendes festgelegt:

  • Im Falle einer Betriebskontrolle können fehlende Düngebedarfsermittlungen oder Untersuchungsergebnisse auf Bodenstickstoff bzw. Wirtschaftsdüngeruntersuchungen ausnahmsweise bis zum 15. März 2019 nachgereicht werden.
  • Dies gilt für ganz Bayern unabhängig von der Gebietskulisse nach AVDüV bzw. Nitratgefährdung der Flächen.
  • Die erste Düngegabe kann ausnahmsweise ohne vorherige schriftliche Düngebedarfsermittlung erfolgen. Als Orientierung zur Bemessung der Ausbringmenge sind die veröffentlichten Nmin-Werte heranzuziehen.
  • Die schriftliche Düngebedarfsermittlung ist jedoch unverzüglich bis spätestens 15. März nachzuholen, sobald die Untersuchungsergebnisse vorliegen und das Onlineprogramm der LfL zur Bedarfsermittlung (inkl. Simulation) zur Verfügung steht.

Herabsetzung der Mindestkeimfähigkeit bei Z-Saatgut

Für die Fruchtarten Ackerbohne und Sojabohne wurden bei bestimmten Sorten die Anforderungen an die Mindestkeimfähigkeit durch die EU-Kommission bzw. das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorübergehend herabgesetzt. Das amtliche Etikett muss den Vermerk „verminderte Keimfähigkeit“ oder „herabgesetzte Keimfähigkeit“ tragen. Die Angaben können auch auf einem Zusatzetikett gemacht werden.

Die Genehmigung zum Inverkehrbringen der Ware mit herabgesetzter Keimfähigkeit ist befristet bei Ackerbohne bis zum 30. April 2019 und bei Sojabohne bis zum 31. Mai 2019.

Folgende Sorten sind hiervon betroffen:

  • Ackerbohne (Herabsetzung der Mindestkeimfähigkeit auf 70 %): Fanfare, Fuego und Tiffany.
  • Sojabohne (Herabsetzung der Mindestkeimfähigkeit auf 70 %): Adsory, Coraline, Sirelia, Sculptor, Solena, Sultana, RGT Shouna, RGT Sforza, RGT Siroca, RGT Stumpa und Soprana.

Pflanzenbau - Hotline

Da momentan viele Fragen zur neuen Düngeverordnung (Düngebedarfsermittlung, Rote Gebiete, Nährstoffbilanz, Stoffstrombilanz, usw.) an uns gerichtet werden, haben wir bereits jetzt im Januar die Besetzungszeit unserer Hotline von Mo. - Fr. jeweils auf 8 – 12 Uhr verlängert. Dort beantworten unsere Pflanzenbauberater alle Ihre fachlichen Fragen zur Dünge-VO.
Bitte haben Sie Verständnis, dass unsere Verwaltungskräfte in der ER Geschäftsstelle Ihre fachlichen Fragen nicht beantworten können.

Ausführungsverordnung (AVDüV) zur DüV / "Rote, weiße und grüne Gebiete"

Mit dem Inkrafttreten der Ausführungsverordnung (AVDüV) zur Düngeverordnung am 01.12.2018 gelten auf Flächen in roten Gebieten zusätzlich drei Auflagen, um die
Nitratbelastung des Grundwassers zu reduzieren.
Um die Übersicht zu erhalten, auf welchen Feldstücken die drei zusätzlichen Auflagen einzuhalten sind, können Sie sich diese ab sofort in iBALIS in der Feldstückkarte anzeigen lassen. Dazu müssen Sie vorab den Layer "Nitratgefährdete Gebiete (AVDüV)" zuladen. Gehen Sie dafür zunächst auf den Reiter "Feldstückkarte". Bei der "Legende" rechts klicken Sie auf das "Stiftsymbol" und es öffnet sich das Fenster "Ebenenauswahl". Klicken Sie da auf "Ebene hinzufügen", um den Layer "Nitratgefährdete Gebiete (AVDüV)" auswählen zu können. Im Anschluss speichern Sie Ihre Auswahl. Ab Zoomstufe 6 können Sie nun die "roten" und "weißen" Gebiete auf der Feldstückkarte einsehen. Die Flächen, die nicht rot oder weiß markiert sind, gelten als "grüne Gebiete".
Zudem können Sie in iBALIS einsehen, wieviel Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche Ihres Betriebes im sogenannten „grünen Gebiet“ liegt. Betriebe mit mindestens 80 % Flächenanteil im grünen Gebiet können Erleichterungen nach § 2 AVDüV erhalten. Dafür klicken Sie auf der linken Seite auf "Betriebsinformation" und wählen dann oben rechts den Reiter "Nitratgefährdete Gebiete (AVDüV)" aus.

Ausführungsverordnung Düngeverordnung / „Rote Gebiete“

Mit der neuen Düngeverordnung (DüV) und deren Ausführungsverordnung (AVDüV), die ab dem 01.12.2018 in Kraft tritt, werden die sogenannten nitratgefährdeten „roten Gebiete“ definiert. Bewirtschafter von Feldstücken in diesen Gebieten müssen folgende drei Auflagen einhalten:
  • Untersuchung von Wirtschaftsdüngern sowie Gärrückständen aus Biogasanlagen vor dem Aufbringen auf Gesamtstickstoff, verfügbaren Stickstoff bzw. Ammoniumstickstoff und Gesamtphosphat
    • Jährliche Untersuchung des mengenmäßig bedeutendsten Wirtschaftsdüngers.
    • Das Untersuchungsergebnis muss in der Düngebedarfsermittlung für alle nitratgefährdeten Flächen verwendet werden.
    • Das vorliegende Untersuchungsergebnis darf grundsätzlich nie älter als ein Jahr sein.
  • Jährliche Untersuchung des im Frühjahr pflanzenverfügbaren Stickstoffs auf allen Ackerschlägen bzw. Bewirtschaftungseinheiten (ausgenommen mehrschnittiger Feldfutterbau), mindestens auf jeder Kultur. Ziehung:
    • Bei Getreide, Raps, Zuckerrüben dürfen Nmin Untersuchungen ab den 10.1. gezogen werden. Bei Kartoffeln dürfen Nmin Untersuchungen ab den 15.2 gezogen werden. Bei Mais ist eine Ziehung ab 5.3 möglich.
    • Es ist mindestens eine Nmin- oder EUF-Probe je Kultur zu ziehen.
    • Die Ermittlung des im Boden verfügbaren Stickstoffs kann für die weiteren nitratgefährdeten Feldstücke derselben Kultur mit dem N-Simulationsverfahren der LfL erfolgen. Das EDV-Programm wird in Kombination mit der Online-Anwendung der LfL zur Düngebedarfsermittlung Mitte Januar 2019 zur Verfügung gestellt. Ausnahme: keine Düngung wesentlicher Nährstoffmengen (weniger als 50kg N und 30 kg P2O5 im Jahr). Ausnahme: Betriebe und Flächen die nach §8 Abs. 6 DüV von der Düngebedarfsermittlung befreit sind, müssen keine Nmin-Untersuchungen durchführen.
  • Einhaltung von erhöhten Gewässerabständen bei der Düngung mit 5 m statt 4 m auf ebenen Flächen und 10 m statt 5 m auf Flächen mit mehr als 10 % Hangneigung zur Böschungsoberkante.

Empfehlungen für die Sommerungen 2019 für das Beratungsgebiet des Fachzentrums Würzburg

  • Sommergerste: Standard: Avalon, Accordine, Solist
  • Sommerweizen: KWS Scirocco (E), Quintus (A, Grannenweizen), Licamero (A)
  • Hafer: Apollon, Max, Poseidon, Yukon
  • Körnererbsen: Alvesta, Astronaute, Respect, Salamanca, LG Amigo
  • Ackerbohnen: Fuego, Fanfare, Tiffany
  • Sojabohnen: Kältere Lagen (Reifebereich 000): ES Comandor, begrenzt: Merlin
  • Wärmere Lagen: (Reifebereich 00/000): RGT Shouna, Solena, SY Livius
  • Warme Lagen: PZO Silvia
SorteSorteNutzungsschwerpunkt
Grasbetonte Ration
Nutzungsschwerpunkt
Maisbetonte Ration
Nutzungsschwerpunkt
Biogas
Körnermais frühSilomais früh   
200 KWS Stabil200 KWS Stabilx  
210 Sunshinos210 Farmezzoxx 
220 ES Hubble210 Keopsxx 
 220 Agro Fidesxx 
 220 LG 30248xx 
Körnermais mittelfrühSilomais mittelfrüh   
230 Farmezzo230 Farmfirexx 
230 KWS 2322240 Charleen xx
240 LG 30258240 ES Metronom xx
240 P 8329240 Geoxx xx
240 Toutati CS240 Quentinxx 
250 DKC 3350250 Surterraxx 
250 ES Asteroid    
Körnermais mittelspätSilomais mittelspät   
Keine Empfehlung260 P8666 x 
 270 SY Monolit x 
 280 ES Peppone  x
 280 P 8888  x
 280 Poesie CS  x
Die detaillierten Versuchsergebnisse und Sortenbeschreibungen erhalten Sie mit dem Weißen Versuchsberichtsheft voraussichtlich zu Weihnachten oder aktuell im Internet unter: . Die aktuelle Ausgabe des Versuchshefts erhalten
Sie voraussichtlich zu Weihnachten.

Mais - Landesanstalt für Landwirtschaft Externer Link

Ausführungsverordnung Düngeverordnung / "Rote Gebiete"

Mit der neuen Düngeverordnung (DüV) und deren Ausführungsverordnung (AVDüV), die ab dem 01.12.2018 in Kraft tritt, werden die sogenannten nitratgefährdeten „roten Gebiete“ definiert. Bewirtschafter von Feldstücken in diesen Gebieten müssen folgende drei Auflagen einhalten:
  • Untersuchung von Wirtschaftsdüngern sowie Gärrückständen aus Biogasanlagen vor dem Aufbringen auf Gesamtstickstoff, verfügbaren Stickstoff bzw. Ammoniumstickstoff und Gesamtphosphat
  • Jährliche Untersuchung des im Frühjahr pflanzenverfügbaren Stickstoffs auf allen Ackerschlägen bzw. Bewirtschaftungseinheiten (ausgenommen mehrschnittiger Feldfutterbau), mindestens auf jeder Kultur
    Ziehung: Eine Probe je Kultur. Für weitere nitratgefährdete Feldstücke Ermittlung des verfügbaren Stickstoffs mittels N-Simulationsverfahrens oder Ziehung einer Bodenprobe pro Bewirtschaftungseinheit
  • Einhaltung von erhöhten Gewässerabständen bei der Düngung mit 5 m statt 4 m auf ebenen Flächen und 10 m statt 5 m auf Flächen mit mehr als 10 % Hangneigung zur Böschungsoberkante.
Als nitratgefährdet gilt ein Feldstück, dessen Fläche zu mehr als 50 % in der Gemarkung des roten Gebietes liegt. Nähere Informationen dazu sind im IBALIS ab Mitte Dezember verfügbar. Ab diesem Zeitpunkt sind die Gebiete dann endgültig eingestuft.
Für die Untersuchung des Bodens sind zwei Verfahren zulässig, die Nmin-Methode im Rahmen von DSN und die Elektro-Ultrafiltrations-Methode (EUF).
Folgende Angaben gelten für die zwei Verfahren:

EUF-Bodenuntersuchung:

  • Abgabetermin Ackerbau: 1. Juli – 30. August und 1. November – 5. Dezember
  • Ziehung: Eine Probe pro Bewirtschaftungseinheit (Schlag mit gleicher Vorfrucht, Düngung, Ertrag und Bodenart) oder je Kultur
  • Kosten pro Probe (N, P, K, Ca, Mg, Bor, S) (zzgl. MwST.): 24,90 Euro
  • Weitere Informationen: Bodengesundheitsdienst Ochsenfurt

Nmin-Bodenuntersuchung:

  • Probenahmetermine: ab 15. Januar: für alle Kulturen außer Kartoffeln, Mais (z.B. Getreide, Zuckerrüben, Raps); ab 15. Februar: für Kartoffeln; ab 5. März: für Mais
  • Kosten pro DSN-Untersuchung: ca. 21 Euro Netto
  • Weitere Informationen unter DSNonline – Düngeberatungs-system Stickstoff (https://www.lfl.bayern.de/iab/duengung/032467/index.php)
Weitere Auskunft erteilt das zuständige AELF, der ER Würzburg e.V. oder der Ringwart.

VerbringungsVO bei Abgabe von Wirtschaftsdüngern beachten

Wer mehr als 200 t oder m³ Wirtschaftsdünger pro Jahr an andere Betriebe abgibt, muss dies nach VerbringungsVO (einmalig) der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft melden.

Meldeformular - LfL Externer Link

Darüber hinaus sind bei Abgabe/Aufnahme von Wirtschaftsdüngern an/aus anderen Betrieben auch entsprechende Aufzeichnungen (Lieferscheine) zu erstellen, die mindestens Name und Anschrift des Abgebers und Aufnehmers (bzw. auch des Transporteurs), das Datum, die Menge sowie die Wirtschaftsdüngerart enthalten. Bei Sekundärrohstoffdüngern (Gärresten, Komposten, Fruchtwasser, Waschwasser…) sind zusätzlich auch die Gehalte an Stickstoff (Gesamt N) und Phosphat (P2O5) anzugeben. Die Mengen sind entsprechend den Aufzeichnungen in der Nährstoffbilanz zu berücksichtigen.

Gute Fachliche Praxis (GFP)

Zur sachgerechten Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gehört nicht nur die Beachtung der in der Gebrauchsanweisung enthaltenen Bestimmungen und Auflagen, sondern auch die Einhaltung der "Guten Fachlichen Praxis". Bestandteil der GFP ist u.a. die Beachtung des Mindestabstandes von mindestens 2 Metern zu benachbarten öffentlichen und privaten Grundstücken (dies sind z. B. Haus- und Kleingärten, Wohnbebauung, Sport und Spielplätze, Schul- und Kindergartengelände). Dieser Abstand ist auch zu sog. "Umstehenden" – das sind z.B. Fußgänger oder Radfahrer auf angrenzenden Wegen - einzuhalten. Im Gegensatz zu den Grundstücken, zu denen der Abstand unabhängig davon, ob sich dort Personen aufhalten, einzuhalten ist, reicht es hier aus, wenn die Spritzarbeit kurzzeitig unterbrochen wird, bis sich die Personen weit genug entfernt haben. Näheres hierzu finden Sie im Pflanzenschutzteil des Versuchsberichtsheftes 2017 auf Seite 194 ff.
Ein weiteres Thema, das immer wieder Anlass zu Beschwerden gibt, ist die Anwendung von Pflanzenschutzmittel bei windiger Witterung. Gerade in Nachbarschaft zu den o. g. Grundstücken sollte grundsätzlich nur bei Windstille behandelt werden. Aber auch in der freien Flur gilt es die Grundsätze der GFP zu beachten. Demnach sind Spritzeinsätze bei dauerhaften Windgeschwindigkeiten über 5 m/s, Temperaturen über 25 °C oder relativer Luftfeuchte unter 30 % zu vermeiden. Diese Bedingungen können zu erheblichen Mittelverlusten durch Abtrift und Verflüchtigung führen. Auch abtriftmindernde Düsen rechtfertigen keinen Einsatz bei stärkerem Wind. Bei einigen Mitteln bzw. Wirkstoffen gelten sogar strengere Maßstäbe (z.B. bei prosufocarb und pendimethalin-haltigen Mitteln: Auflage NT 170: max. 3 km/h Wind).

Aktuelles zur Düngeverordnung

Die Landesanstalt für Landwirtschaft hat ihre Internetseite zur Düngeverordnung aktualisiert. Sie finden zahlreiche Erläuterungen zu den neuen Vorschriften sowie eine Antwortsammlung auf häufig gestellte Fragen (FAQ) unter

Düngeverordnung - LfL Externer Link

Fortbildung zur Sachkunde im Pflanzenschutz: neuer Zeitraum, neue Vorträge

Vorderseite des Sachkundenachweises Pflanzenschutz
Für sogenannte „Altsachkundige“ begann der erste Dreijahreszeitraum am 01.01.2013 (s. Rückseite Scheckkarte!) und endete am 31.12.2015. Der zweite Dreijahreszeitraum begann am 01.01.2016 und endet am 31.12.2018. In diesem Zeitraum muss wieder eine Fortbildung besucht werden. Dabei ist es unerheblich, wann Altsachkundige in diesem Dreijahreszeitraum an einer Fortbildung teilnehmen.
Für den Besuch der Fortbildung ist also nicht der Abstand zur ersten Fortbildung maßgeblich, sondern nur ein Besuch im jeweiligen Zeitraum (also 1. Zeitraum 2013 – 2015, 2. Zeitraum 2016 – 2018, 3. Zeitraum 2019 – 2021 usw.).
Alle, die ein anderes Datum als den 01.01.2013 auf der Rückseite Scheckkarte stehen haben, müssen innerhalb von 3 Jahren erstmalig eine Fortbildung besuchen. Beispiel: Scheckkarte 24.03.2015 -> 1. Zeitraum 24.03.2015 - 24.03.2018, 2. Zeitraum 24.03.18 - 24.03.2021, usw.
Bitte nehmen Sie wenn möglich an einer unserer Veranstaltungen teil, um frühzeitig und ohne Zeitdruck die Anforderungen für den 2. Zeitraum zu erfüllen. Die beiden Pflichtvorträge ("Rechtsgrundlagen" und "Integrierter Pflanzenschutz") wurden inhaltlich komplett neu gestaltet. Als weitere Vorträge haben wir mit "Applikation, Düsen- und Gerätetechnik" sowie "Sachgerechte Schadnagerbekämpfung" zwei interessante neue Themen für Sie ausgewählt. Es gibt also keine Wiederholung der Themen vom ersten Zeitraum, sondern es warten neue Themenbereiche mit praktischen Tipps rund um den Pflanzenschutz auf Sie – von unseren kompetenten und erfahrenen Pflanzenbauberatern. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie wieder auf einer unserer Veranstaltungen begrüßen könnten.

Anmeldeformular - www.agrarberatung-bayern.de Externer Link