Künftig weniger Bürokratie
Tipps für Blühstreifen und Bejagungsschneisen im Mais

Blühfläche zwischen Mais und Wald

Blühfläche zwischen Mais und Wald
(Foto: Laumer)

Mit einer Änderung der Fördervorgaben will das Staatsministerium in Maisfeldern die Anlage von Blühstreifen und Bejagungsschneisen voranbringen. Ab sofort müssen Landwirte die entsprechenden Flächen nicht mehr aufwändig herausmessen, um Zuschüsse erhalten zu können.

Das soll diejenigen Betriebe von unnötiger Bürokratie befreien, die sich gezielt für den Natur- und Artenschutz und für die Verbesserung der Wildschweinbejagung engagieren.
Zur förderrechtlichen Erfassung der Flächen gibt es zwei neue Nutzungscodes: "Körnermais mit Blühstreifen/Bejagungsschneisen" und "Silomais mit Blühstreifen/Bejagungsschneisen". Damit bleibt den Landwirten die getrennte Angabe von Teilflächen im Mehrfachantrag künftig erspart.

Voraussetzung

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie nur einen deutlich untergeordneten Anteil des Feldes einnehmen und jährlich abgeerntet oder gepflegt werden, etwa durch Mulchen. Wenn der Anteil der Streifen 20 Prozent überschreitet oder sie als ökologische Vorrangflächen bzw. als Blühflächen im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) beantragt werden, müssen sie weiter getrennt erfasst und beantragt werden.
Die Wildlebensraumberaterin, Anne Wischemann, hofft auf viele zusätzliche blühende Streifen in der Flur: "Davon profitieren vor allem auch die blütenbesuchenden Insekten."

Vernetzung von Lebensräumen

Anne Wischemann gibt bei Bedarf Tipps, was Größe und Lage von Bejagungsschneisen im Mais angeht und welche Ansaatmischungen sich für einen Blühstreifen besonders gut eignen. Durch blühende, kräuterreiche Streifen lässt sich nun auch ohne bürokratischen Aufwand eine Vernetzung von Lebensräumen für Insekten, Niederwild und andere heimische Tiere schaffen und die Kulturlandschaft aufwerten.

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Blühfläche zwischen Mais und Feldgehölz

Blühfläche zwischen Mais und Feldgehölz

Blühfläche am Maisfeld

Blühfläche am Maisfeld

Blühfläche zwischen Mais und Wald

Blühfläche zwischen Mais und Wald