Waldklimastation Würzburg

Waldklimastation Würzburg - Freifläche

Die Würzburger Waldklimastation wurde 1998 installiert und ist Teil eines europaweiten Monitoringnetzes mit über 400 Messsorten.

Sie ist - gelegen am Rande der fränkischen Weinbauregion - bayernweit der warm-trockenste Standort im Messprogramm. Kennzeichnend ist, dass die Wasserversorgung der Bäume in den Sommermonaten eingeschränkt sein kann. Bäume wie die Eiche kommen derzeit mit diesen Bedingungen noch gut zurecht.

Messstellen im Wald

Waldkugel
Jede der 19 Waldklimastationen in Bayern besteht aus einer Freilandmessstelle und einer Bestandsmessstelle im Wald. Hier werden Umwelteinflüsse und ihre Wirkung auf den Wald gemessen. Erfasst werden zum Beispiel die Temperatur und der Niederschlag, Schad- und Nährstoffeinträge aus der Luft, Bodenzustand und Schadstoffaustrag, der Ernährungszustand und das Wachstum der Bäume. Die Daten werden zum einen Teil direkt an die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising übermittelt, zum anderen durch eine Betreuungsperson erfasst und an die auswertende Stelle bei der LWF weitergegeben.

Rekordjahr 2018

Das Jahr 2018 war ein besonders warmes und trockenes Jahr. Die Messungen bis zum Ende des Herbstes zeigen in fast allen Monaten eine deutlich höhere Temperatur (rote Linie) als im Vergleichszeitraum (schwarze Linie) – dem Mittelwert der Mess- und Referenzperiode von 1961 bis 1990. Der Temperaturverlauf 2018 macht deutlich, warum der Sommer 2018 als heißer Sommer empfunden wurde. Um 5 Grad Celsius (°C) höhere Temperaturen waren keine Seltenheit. Bayernweit gesehen war es mit 18,9 °C der drittwärmste Sommer, knapp hinter 2015 (19,0 °C) und 2003 (20,1 °C).
Weitere Informationen
Einen Teil der Daten kann jeder Interessierte direkt unten einsehen. Die interaktive Darstellung der Messwerte aus den letzten 14 Tagen zeigt den Verlauf der Lufttemperatur, des Niederschlags, der Luftfeuchte und Strahlung, sowie der mittleren Windrichtung und Windgeschwindigkeit.

Waldklimastationen - LWF Externer Link

Umfassendere Betrachtungen und Analysen finden sich in verschiedenen Berichten und viermal im Jahr in der Publikation "LWF aktuell" hier:

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