Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald
Walderlebnispfad SINNESWANDELN

Eröffnung des Walderlebnispfades SINNESWANDELN

Unter Beteiligung von vielen Menschen mit Behinderung und mit dem Segenswunsch der Dekanin Edda Weise und Pastoralreferenten Georg Ruhsert wurde der Walderlebnispfad SINNESWANDELN am Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald im April 2016 der Öffentlichkeit übergeben.

Der 1. Vorsitzende des Fördervereins des Walderlebniszentrums Gramschatzer Wald Burkard Losert freute sich über das gelungene Gemeinschaftswerk. "In intensivem Austausch mit den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und den zukünftigen Nutzern selber, nämlich Menschen im Rollstuhl, Sehbehinderte, Blinde und Menschen mit motorischen Einschränkungen, ist hier ein neuer Erlebnisort entstanden!"
"Gemeinsames Walderleben und Waldgenießen ist nun im Gramschatzer Wald beim "Sinneswandeln" für Alle möglich und sicher werden viele spannende Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung stattfinden", blickt Wolfgang Graf, Leiter des Walderlebniszentrums in die Zukunft.
Konzept und Umsetzung
Der neue Walderlebnispfad SINNESWANDELN ist unter intensiver Beteiligung von Menschen mit Behinderung konzipiert und umgesetzt worden.
Damit können -was es in dieser Form noch nicht so oft gibt- auch Menschen mit Behinderungen den Wald alleine besuchen und sich die vielfältigen Sinneseindrücke des Erlebnisraums Wald erschließen.
Der Erlebnispfad regt auch Menschen ohne Behinderung zu einem abwechslungsreichen Besuch im Wald an, und Begegnungen zwischen Menschen werden im Sinne von Inklusion gefördert.
Gleichzeitig bieten die fünf Stationen Familien vielfältige Möglichkeiten, den Wald gemeinsam und mit Freude zu nutzen.
Verlauf des Pfades und Stationen
Der ca. 1 km lange Rundweg SINNESWANDELN ist barrierefrei konzipiert und mit einem großen Angebot von Ruhebänken ausgestattet. Es gibt ein Leitsystem für Blinde und sehbehinderte Menschen und eine auch für Rollstuhlfahrer zu bewältigende Steigung des Weges. An den fünf Aktivitäts-Stationen wird die Möglichkeit gegeben, sich durch "Tasten", "Lauschen", "Schmecken und Riechen", "Sehen" und durch "Alle Sinne" in verschiedenster Weise auf den Wald einzulassen und die Waldatmosphäre zu genießen.

Regelmäßige Besuche von Menschen mit Behinderung während der Bauphase zum "Testen" des Weges und der Stationen beförderten ein intensives und inklusives Miteinander im Hinblick auf die Bedürfnisse der künftigen Nutzer. Die Zusammenarbeit mit den Verbänden und Einrichtungen für behinderte Menschen und mit allen interessierten Waldfreunden soll bei der Weiterentwicklung und -gestaltung des Pfades fortgesetzt werden.
"Inklusives Wandeln im Wald" bietet die Gelegenheit, sich in die Situation von Menschen mit Behinderung "hineinfühlen zu können", so die Erfahrung von Wofgang Graf, Leiter des Walderlebniszentrums Gramschatzer Wald.
Akteure
Der Bau des Pfades wurde durch das finanzielle Engagement des Fördervereins "Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald e. V." realisiert und konnte durch die Unterstützung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) "Wein.Wald.Wasser. e. V." mit Mitteln der "LEADER-Förderung" der Europäischen Union unterstützt werden.

Durch das Team des Walderlebniszentrums ist eine dauerhafte waldpädagogische Betreuung des Pfades gewährleistet.
Die Barrierefreiheit am Ensemble Walderlebniszentrum und SINNESWANDELN wird angestrebt und soll in den kommenden Jahren auch am und im Gebäude umgesetzt werden.
Publikationen
In der Reihe LWF-aktuell der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft ist in der Ausgabe 110 ein ausführlicher Artikel zum Walderlebnispfad SINNESWANDELN erschienen: