Coaching Schulverpflegung

Mädchen mit Apfel in der Hand unterhält sich mit anderem Mädchen am Essenstisch.

© Getty Images

Das Coaching unterstützt Schulen dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder und Jugendliche essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Schulverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Schulen wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Unterfranken unterstützt sie dabei mit dem Coaching Schulverpflegung.

"Ehre wem Ehre gebührt!"

Unsere Coaching-Einrichtungen wurden am 19. Juli 2019 im Rahmen einer Urkundenverleihung von unserer Ernährungsministerin Michaela Kaniber in München geehrt.

Weitere Infos und Bilder von der Urkundenverleihung - schulverpflegung.bayern.de Externer Link

Coaching 2018/19 in Unterfranken

In gemeinsamen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer Ideen und Anregungen, um die Bayerischen Leitlinien Schulverpflegung umzusetzen – von der Gestaltung der Speisepläne nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Zusätzlich begleiten Coaches die Einrichtungen ein Schuljahr lang vor Ort - gemäß dem Motto:
"Individuelles Coaching führt zu kreativen Lösungswegen."
Das Coaching startet im September 2018 und endet im Juli 2019.

Spessart-Gymnasium, Alzenau

Spessart-Gymnasium Alzenau
Spessart-Gymnasium, Alzenau
Das Spessart-Gymnasium Alzenau besuchen 1.291 Schülerinnen und Schüler. Die Schule verfügt über eine eigene Mensa. Dort wird an fünf Tagen die Woche für die eigene und vier weitere Schulen gekocht. 600 bis 650 Personen erhalten so ein Mittagessen. Zur Wahl stehen zwei Menülinien: eine mit und eine ohne Fleisch. Ein Gericht ist stets DGE-zertifiziert.
Die Schule wünscht sich, mit Hilfe des Coachings die Qualität der Speisen und das Angebot zu optimieren. Sie möchte verstärkt regionale, ökologisch erzeugte und fair gehandelte Produkte anbieten. Außerdem wünscht sie sich Unterstützung bei der Ernährungsbildung und möchte bei den Schülern mit Hilfe von Projekten ein Bewusstsein für gesundes Essverhalten schaffen und so die Akzeptanz des Mittagsangebots erhöhen.
Herausforderungen: Welche Ziele sollen erreicht werden? Welche Hindernisse gibt es dabei?
Der regelmäßige Austausch aller Beteiligten der Schulverpflegung soll eingerichtet werden. Kommunikationskanäle, wie digitales Board, Homepage, Elternsprechtage sollen genutzt werden, um die Mittagsverpflegung bekannt zu machen und positiv zu bewerten. Ein Verpflegungsleitbild soll schriftlich verfasst werden und ins Schulprofil aufgenommen werden.
Lösungswege: Welche Maßnahmen werden zur Zielerreichung ergriffen?
Das Angebot der Mittagsverpflegung wird präsenter durch das Erscheinen des Speiseplanes mit Bildern der Mittagsgerichte auf dem digitalen Board im Schulgebäude und das Aushängen der Speisepläne in den Klassenräumen der 5. bis 7. Klassen. Übergreifende Projekte im Schulalltag beschäftigen sich mit einem ernährungsbewusstem Verhalten. Das Speisenangebot wird um Nüsse, Kerne und Ölsaaten im Bereich der Salattheke ergänzt.

Ergebnisse: Was wurde bereits oder wird in nächster Zeit umgesetzt bzw. welche Ziele wurden wie erreicht?

  • Die Mensa hat sich vorgestellt während des Elternsprechtages und am Tag der offenen Tür.
  • Ein Verpflegungsleitbild wird im Schulprofil verankert und auf der Webseite der Schule werden alle Informationen über die Schulverpflegung in einem Diagramm dargestellt.
  • Die Staffelung der Mittagspausenzeiten wurde im zweiten Halbjahr umgesetzt, um Wartezeiten zu reduzieren.
  • Einige Schüler der SMV haben unter der Leitung der Verpflegungsbeauftragten einen Arbeitskreis Ernährung gebildet und setzen sich intensiv mit Themen, wie Biosiegel, vegetarische Ernährung, Nachhaltigkeit usw. auseinander.
  • Weitere Ernährungsprojekte sind für die Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit im Schuljahr 2019/2020 geplant.

Ansprechpartner und Kontakt
Spessart-Gymnasium Alzenau
Brentanostraße 55, 63755 Alzenau
Schulleiter: Christian Conradi
Schulverpflegungsbeauftragte: Dominike Trageser
Coach: Beate Miebach-Dold
Internet: http://www.spessart-gymnasium.de Externer Link

Staatliches Berufliches Schulzentrum, Aschaffenburg

Staatliches Berufliches Schulzentrum Aschaffenburg
Staatliches Berufliches Schulzentrum, Aschaffenburg
Das Staatliche Berufliche Schulzentrum Aschaffenburg besuchen rund 800 Schülerinnen und Schüler, die alle ganztags beschult werden. Aktuell bietet ein externer Speisenanbieter an fünf Tagen eine Snackverpflegung an. Dieses Angebot nehmen täglich ca. 30 Personen in Anspruch.
Die Schule wünscht sich eine abwechslungsreiche, vollwertige Snackverpflegung, die Obst und Gemüse beinhaltet und die die Schülerinnen und Schüler gerne annehmen. Außerdem möchte sie mit Hilfe des Coachings die Organisation der Verpflegung optimieren und die Atmosphäre beim Essen verbessern.
Herausforderungen:
Die Snackverpflegung des vorhandenen Kiosks soll von mehr Kunden genutzt werden und konkurrenzfähig gegenüber dem nahegelegenen Supermarkt sein. Hierzu wird ein Werbekonzept erstellt, das Angebot optimiert und an die Vorgaben der DGE angepasst. Zudem wird der Verkaufsbereich ansprechender gestaltet und ein Rückzugsort für die Schüler geschaffen. 2019 soll mit der Renovierung der Schule begonnen werden.

Lösungswege:

  • Mit Hilfe einer Fragebogenaktion wurden die Wünsche und Anregungen der Schüler Rund um das Essensangebot gesammelt. Schüler erarbeiteten, mit Mitgliedern des Essensgremiums, Lösungswege wie das Speiseangebot, die Werbung, die Gestaltung des Verkaufsbereichs und der Verkaufsablauf optimiert werden könnten.
  • Für eine Steigerung des Umsatzes erstellten Schüler Plakate für eine Werbekampagne. Außerdem wurden Möglichkeiten besprochen, wie die Monitore im Foyer in das Werbekonzept einbezogen werden könnten.
  • Für den Rückzugsbereich während der Pausen konnte das "alte Restaurant" hergerichtet werden. Um die Aufmerksamkeit für den neuen "Pausenraum“"(Rückzugsort) zu steigern, wurde eine Aktion zur Namensfindung durchgeführt und von den Schülern Wegweiser zur "Schlemmergrotte" gebastelt.
  • Unter Berücksichtigung der Schülerwünsche wählte Frau Bopp (Caterer) neue Speisen aus und stellte diese dem Essensgremium vor.
  • Um die Wartezeit am Kiosk zu reduzieren, sollen die Schüler als Entscheidungshilfe alle Speisen inkl. Preis auf einem Blick erkennen. Dafür fotografierten Schüler die angebotenen Speisen und Frau Bopp kennzeichnete auf den Fotos den Preis, sowie Besonderheiten mit Hilfe von Logos z.B. Vegetarisch, ohne Schweinefleisch.

Ergebnisse:

  • Am 11.03.2019 startete das neue Konzept. Der Kiosk wurde mit den Fotos (Angebot + Symbolen) und Fingerfarben neu gestaltet. Im Schulhaus wurden die Werbeplakate verteilt und die Wegweiser für die "Schlemmergrotte" angebracht.
  • Frau Bopp ergänzte das Angebot durch Vitalbrötchen, Joghurtbecher mit Müsli bzw. Früchten, Börek mit Spinat oder Rindfleisch. Die neuen Speisen wurden von den Schülern gut angenommen. Damit der Kiosk weiterhin interessant bleibt, ist ein Wechsel des Angebots je nach Saison und Wünschen der Schüler geplant.
  • Künftig kann Frau Bopp aktuelle Werbung in der Laufleiste als Bild und Text auf den Monitoren im Foyer anzeigen lassen.
  • Die Schlemmergrotte ist währende der Mittagspause noch nicht so frequentiert wie erwartet. Deshalb sollen die Klassenleiter nochmals die Werbetrommel rühren.

Stimmen zum Coaching:

  • Caterer: "Die Arbeit hat sich gelohnt. Die Joghurts werden sehr gut angenommen."
  • Lehrerkollegin: "Schön, dass leckere Vitalbrötchen angeboten werden."
  • Schüler: "Kann ich früher in die Pause, damit ich noch nen Joghurt bekomme?"
Coaching Schulverpflegung

© Franziska Kolb

Coaching Schulverpflegung

© F. Kolb

Ansprechpartner und Kontakt
Staatliches Berufliches Schulzentrum Aschaffenburg
Seidelstr. 4, 63741 Aschaffenburg
Schulleiter: Dieter Trott
Schulverpflegungsbeauftragte: Marion Brehm
Coach: Iris Burger
Internet: http://homepage.bszab.de Externer Link

Martin-Pollich-Gymnasium, Mellrichstadt

Martin Pollich Gymnasium Mellrichstadt
Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt
Das Martin-Pollich-Gymnasium zählt rund 530 Schüler. Für die Fünft- bis Achtklässler gibt es den offenen Ganztag. Ein Speisenanbieter bereitet an vier Tagen pro Woche an der Schule eine warme Mittagsverpflegung zu. Es gibt drei Menülinien. Dieses Angebot nehmen rund 45 Schüler und Lehrkräfte wahr.
Herausforderungen
Die Schule überarbeitet ihre Mittagsverpflegung. Sie wünscht sich Unterstützung beim Speisenangebot, der Organisation der Verpflegung und dem Marketing. Es soll mehr frische Komponenten geben. Die Wünsche der Schüler und Eltern sollen einbezogen werden, damit mehr Personen das Angebot annehmen.
Lösungswege und Ergebnisse
Der Geräuschpegel hindert daran, die Mensa zu besuchen. Zu diesem Ergebnis kamen Teilnehmende des Essensgremiums. Durch Mensaregeln, Änderungen der Ablauforganisation bei der Essensausgabe und weniger Tische im Mensabereich läuft die Essensausgabe nun geordneter ab. Zusätzlich wurde ein separater Lehrertisch in der Mensa eingerichtet. Eine weitere Entzerrung erzielte die Aufteilung der Essensausgabe in einen Bereich mit warmen und einen mit kalten Speisen.
Um die Mensa zu erhalten, soll die Verbundenheit der Schulfamilie mit der Mensa gestärkt werden. Angedacht sind Projekttage, an denen die Schüler die Themen Marketing, Nachhaltigkeit und Regionalität bearbeiten können. Es werden zwei Projekttage zum Thema "Gesund durch Ernährung und Bewegung" am 8. Juli und 23. Juli 2019 durchgeführt; sie finden ihren Abschluss am Schulfest (23. Juli).
Um das vorhandene gesunde Angebot der Mensa mehr in den Fokus zu rücken, werden Maßnahmen aus dem Nudging eingesetzt, wie z. B. über gesunde Zusatzangebote mittels eines Aufstellers zu informieren. Auch gibt es seit Frühjahr ein feststehendes Salatangebot zu einem günstigen Preis. Darüber hinaus sind verschiedene Portionsgrößen der Hauptspeisen geplant, die ggf. mit Frischekomponten ergänzt werden können. Im Laufe des Coachings hat sich gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler die Komponentenwahl gut annehmen. Dieses Angebot soll weiter ausgebaut werden.
Um die Verbundheit der Schüler mit der Mensa zu erhöhen, wird am Projekttag ein gesundes Frühstück für die Schüler angeboten. Weiterhin ist ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa geplant. Ein Schülerteam wird zudem am Projekttag Marketingmaßnahmen für die Mensa erarbeiten.
Einen Teil des Verpflegungsangebotes wird die Mensa am Schulfest übernehmen, um die Gelegenheit zu nutzen, sich auch den Eltern zu präsentieren.

Ansprechpartner und Kontakt
Martin-Pollich-Gymnasium
Sonnenlandstraße 21, 97638 Mellrichstadt
Schulleiter: Robert Jäger
Schulverpflegungsbeauftragte: Stephanie Schmidt, Kristin Aust
Coach: Hiltrud Drachenberg
Internet: http://www.mpg-met.de Externer Link

Schiller-Grundschule, Schweinfurt

Schiller-Grundschule Schweinfurt
Schiller-Grundschule, Schweinfurt
Die Schiller-Grundschule wird derzeit von 153 Schülern besucht. Ab dem Schuljahr 2018/2019 wird der offene Ganztag neu eingerichtet. In diesem Zusammenhang wird auch eine Mittagsverpflegung neu eingeführt. Es ist geplant, den Kindern an allen fünf Schultagen in der Woche eine warme Mittagsmahlzeit zur Verfügung zu stellen. Diese wird täglich durch einen Speisenanbieter frisch vor Ort zubereitet werden. Die Schule möchte durch die Unterstützung und den Erfahrungsaustausch im Coaching ihre Mittagsverpflegung von Anfang an auf einen guten Weg bringen.
Herausforderungen:
Optimale räumliche Gegebenheiten für die Verpflegung und deren Zubereitung sollen geschaffen werden. Hierzu werden auf eine kinderechte Möblierung des Speisebereichs geachtet und die Küche sowie die Lagerräume zweckmäßig eingerichtet. Für eine angenehme Atmosphäre während der Mahlzeiten soll der Lärmpegel gesenkt werden und gleichzeitig die Selbstständigkeit der Kinder erhöht werden. Das Verpflegungsangebot wird an die DGE-Richtlinien angepasst und ein 4-Wochen Speiseplan erstellt.

Lösungswege:

  • Um mehr Ruhe in den Essensablauf zu bringen, sollen die Erzieherinnen und Kinder während des Essens möglichst nicht aufstehen. Dafür muss das Portionieren der Speisen, der "Nachschlag" sowie das Abräumen des Geschirrs neu gestaltet werden. Hierfür optimieren die Erzieherinnen den Ablauf im Speisesaal und erstellen Essensregeln. Ein Belohnungssystem soll die Kinder motivieren, die Essensregeln einzuhalten.
  • Eine auf die Bedürfnisse (Größe) der Kinder abgestimmte Einrichtung (Tische/Stühle) und schallabsorbierende Elemente könnten den Lärmpegel senken.
  • Um die Essensteilnehmerzahlen zu steigern, bietet der Caterer für alle Schüler ein kostenloses Probeessen. Außerdem sollen für Elternabende und Schulfeste eine Pinnwand mit Fotos von den angebotenen Speisen zu Werbezwecken erstellt werden.

Ergebnisse:

  • Im Speisesaal ist es nun wesentlich ruhiger. Die Tischregeln wurden mit den Schülern erarbeitet und das Essen mit Besteck trainiert. Wenn die Schüler die Essensregeln einhalten und mit Messer und Gabel ordentlich essen, dürfen sie am nächsten Tag am "Königstisch" sitzen. Besonders bei den Erst- und Zweitklässlern wirkt dies sehr motivierend. Immer zwei Schüler übernehmen den Tischdienst. Sie räumen nach dem Essen den Tisch ab und sortieren das schmutzige Geschirr auf spezielle Wägen.
  • Nach der Einladung der Schüler zum Probeessen wurden 15 Schüler zusätzlich zum Essen angemeldet.
  • Die Einführung des 4-Wochen-Saison-Speiseplans erleichtert die Arbeit. Damit die Kinder, die nur an bestimmten Wochentagen essen, mehr Abwechslung erhalten, rotieren in jeder Woche die einzelnen Gerichte. Es wird täglich ein vegetarisches Gericht angeboten, außerdem berücksichtigt der Caterer Allergien und Unverträglichkeiten.
  • Die Erzieher stellen täglich die Tagesgerichte vor und besprechen mit Kindern z. B. die Herkunft der Lebensmittel. Durch den "pädagogischen Happen", den der Caterer kostenlos zur Verfügung stellt, essen die Erzieher immer mit. Das animiert die Kinder, auch neue Gerichte zu testen.
  • Da die Räumlichkeiten gemietet sind und auch von anderen Gruppen genutzt werden, kann die Einrichtung (Tische/Stühle) nicht ausgetauscht werden. Es werden Filzgleiter an den Stühlen angebracht.

Stimmen zum Coaching:

  • "Mama, heute lag etwas auf meinem Teller, das habe ich noch nie vorher gegessen. Aber das war sooo lecker!" (Schüler)
  • "Mh, das schmeckt mir." (Schüler)
  • "Danke für das gute Essen." (Schüler)
  • "Bei euch schmeckt es immer lecker." (Schüler)
  • "Jetzt möchte mein Kind im Ganztag angemeldet werden, weil ihm das Probe-Essen so gut geschmeckt hat." (Mutter)
  • "Am Anfang haben viele Kinder gesagt: ,Vollkornnudeln esse ich nicht.' Jetzt möchten die Kinder immer einen Nachschlag." (Erzieherin)
  • "Die Kinder berichtigen sich gegenseitig, wenn zum Beispiel das Besteck nicht richtig gehalten wird." (Erzieherin)
Fazit
Vieles konnte verbessert werden, mit manchem muss man noch länger zurechtkommen. Die Räumlichkeiten sind nicht ideal, die Tische und Stühle für Erwachsene nicht kindgerecht. Trotzdem wird man damit noch ein paar Jahre leben müssen, bis Küche und Mensa in das Erdgeschoss der Schillergrundschule umziehen können.

Ansprechpartner und Kontakt
Schiller-Grundschule Schweinfurt
Deutschhöfer Straße 22, 97422 Schweinfurt
Schulleiterin: Kerstin Geus
Verpflegungsbeauftragte: Christine Schaller
Coach: Iris Burger
Internet: http://www.schillerschule-sw.de Externer Link

Klara Oppenheimer Schule, Würzburg

Klara Oppenheimer Schule Würzburg
Klara Oppenheimer Schule, Würzburg
Die Klara Oppenheimer Schule ist mit ca. 3.300 Schülern eine der größten Berufsschulen Bayerns. In der eigenen Mensa essen mittags täglich rund 230 Personen - Schüler, Lehrer und Betreuer der eigenen Schule, eines nahe gelegenen Kinderhorts und einer offenen Ganztagsschule. Besonders ist, dass die Mensa gleichzeitig für den fachpraktischen Unterricht im Bereich der Ernährung/Versorgung genutzt wird. An jedem Wochentag bereitet somit eine andere Klasse gemeinsam mit einer fachpraktischen Lehrkraft die Mittagsverpflegung zu.
Die Schule möchte im Zuge des Coachings die Abläufe in der Küche und die Organisation der Speisenausgabe optimieren. Auch das Speiseangebot soll verbessert werden. Die Besucher sollen ein vielfältiges Mittagessen haben, in dem gesundheitliche, regionale, saisonale und nachhaltige Aspekte verankert sind.
Herausforderungen:
Ein Anliegen des Essensgremium ist es, die Arbeitsabläufe in Küche und Speisesaal zu optimieren. Zunächst werden Stellenbeschreibungen gesichtet und Überlegungen zur Aktualisierung angestellt. Offene Fragen an den Schnittstellen der betreffenden Arbeitsbereiche werden gemeinsam kommuniziert. Die Ergebnisse bieten eine Basis bei der Ausarbeitung von Vereinbarungen und Checklisten. Sie tragen somit zur Transparenz und einem reibungslosen Betriebsablauf bei. Welche Wünsche von den Kindern aus dem Hort und der offenen Ganztagsschule erfüllt werden können, hängt von den Möglichkeiten und Gegebenheiten ab. Ein Kernpunkt wird das Bestell- und Bezahlsystem sein, das den Bedürfnissen der Schule entspricht und eingeführt werden darf.
Lösungsansätze und erste Ergebnisse
Gestärkt vom guten Miteinander trifft sich das Essensgremium, das sich themenorientiert in Arbeitsgruppen aufteilt. Das Raumklima wird künftig mit Grünpflanzen positiv beeinflusst sowie Möglichkeiten zur Lärmminderung in Erwägung gezogen. Ein fachkundiger Berater sichtet das gegenwärtige Bestell- und Bezahlsystem und gibt wertvolle Empfehlungen, damit der Arbeitsaufwand reduziert werden kann. Die vom Mensateam erfassten Tätigkeiten dienen zur Aktualisierung der Stellenbeschreibungen und tragen somit zum reibungslosen Betriebsablauf bei. Angebotene Sättigungsbeilagen aus Vollkornprodukten werden schon jetzt von den Tischgästen akzeptiert. Auch die Bio-Bratwürstchen vom ansässigen Erzeuger überzeugten die Essensteilnehmer*innen. Besonders freuen sich die Verantwortlichen vom Hort und der OGS über den von Frau Fröhlich separat erstellten Speisenplan für die „Kleinen“. Wünschenswert wäre für die Getränkeversorgung ein leitungsgebundener Wasserspender zur Selbstbedienung im Mensabereich. Das Leistungsverzeichnis zur Reinigung des Speisesaals wird ebenfalls aktualisiert. Die Klasse 13 FA 1 unter der Leitung von Herrn Groß lernt das Sicherheitskonzept kennen. Um hilfreiche Mensaregeln kümmert sich auch diese Klasse im Schuljahr 2019/2020. Theorie und Praxis in einem Boot - lautet das Thema der internen Fortbildung, die vom Mensateam unter Leitung von Frau Horacek, den Lehrer*innen und Schüler*innen am Ende des Schuljahres angeboten wird.

Ansprechpartner und Kontakt
Klara Oppenheimer Schule
Stettiner Straße 1, 97072 Würzburg
Schulleiter: Wilhelm Ott
Verpflegungsbeauftragte: Marion Fröhlich, Sigrid Tauber
Coach: Eva Dümmler
Internet: http://www.klara-oppenheimer-schule.de Externer Link

Ansprechpartnerin

Christine Zehnter
AELF Würzburg
Von-Luxburg-Straße 4
97074 Würzburg
Telefon: 0931 801057-3801
Fax: 0931 801057-1550
E-Mail: poststelle@aelf-wu.bayern.de

Rückblick

Teilnehmende Schulen 2017/2018 in Unterfranken

Abschluss Coaching 2017/2018

Am 21. Juni 2018 feierte die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Unterfranken im Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg ihr 10-jähriges Bestehen. In diesem Rahmen wurden auch die Teilnehmer am Coaching Kita- und Schulverpflegung 2017/2018 mit einer Urkunde ausgezeichnet.   Mehr

Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Schweinfurt

Als größte Schule in Schweinfurt mit ca. 1.100 Schülerinnen und Schülern und über 100 Lehrkräften bietet das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium derzeit sowohl einen offenen als auch einen gebundenen Ganztagszweig an und ist zudem Ausbildungsschule für Studienreferendare. Das Gymnasium liegt außerhalb der Innenstadt, sodass die Notwendigkeit einer Mittagsverpflegung besteht.
Das Interesses am gebundenen Ganztagszweig der Schule wächst und somit auch die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, welche die Mittagsverpflegung täglich in Anspruch nehmen. Daher kam der Wunsch auf, das Konzept der Schulverpflegung unter fachkundiger Anleitung zu optimieren und hierdurch eine gesundheitsförderliche Mittagsverpflegung anbieten zu können.
Herausforderungen
Hauptanliegen ist, alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig davon, ob sie die gebundenen Ganztagesklassen besuchen oder nicht, für ein vielfältiges, gesundes Mittagessen zu begeistern. Es soll ein Bewusstsein für ein vollwertiges, nachhaltiges Ernährungsverhalten auch außerhalb des Elternhauses geschaffen werden.
Das Gymnasium will gemeinsam mit dem Sachaufwandsträger, der Stadt Schweinfurt, und dem Betreiber der Mensa, dem afz Schweinfurt (bis Juli 2018) und ab September 2018 dem Genießerwerk aus Kolitzheim, das Konzept optimieren und die Wünsche von Schülern und Eltern einbeziehen. Der Lebensraum Schule soll für die gesamte Schulfamilie noch ansprechender werden und somit auch die Lernvoraussetzungen positiv beeinflussen.
Lösungswege
Folgende Ziele hat das Essensgremium des AvH-Gymnasiums erarbeitet:
  • Einführung täglich wechselnder Aktionsangebote in der Mensa und im Pausenverkauf (für den Pausenverkauf: Zusammenarbeit hinsichtlich des Speisenangebots mit dem Schülercafé Mathe Macchiato)
  • Veränderung des aktuellen Speisenangebots hinsichtlich gesundheitlicher Aspekte
  • Einrichtung eines Salatbüffets mit wechselnden Toppings und Dressings
  • Reduktion auf zwei warme Speisen (ein Fleisch- bzw. Fischgericht und ein vegetarisches Angebot), dafür dauerhaft ein großer Salatteller zur Auswahl
  • Von Elternseite wird eine Berücksichtigung vegetarischer bzw. veganer Angebote, vorzugsweise im Schülercafé Mathe Macchiato, gewünscht
  • Evtl. leichte Modifikation des Bezahlsystems in der Mensa
  • Ausbau einer To-Go-Produktpalette für die Oberstufenschüler
  • Verfassen eines Leistungsverzeichnisses zwischen der Schulleitung des AvHGymnasiums und dem Speisenanbieter als grundlegende Vereinbarung der zukünftigen Zusammenarbeit

Ergebnisse

  1. Neue Menülinie "Fitnesslinie“ wird angeboten mit max. einem Fleischgericht pro Woche und hohem Gemüseanteil.
  2. Reduktion auf zwei warme Speisen (ein Fleisch- bzw. Fischgericht und ein vegetarisches Angebot), dafür dauerhaft ein großer Salatteller zur Auswahl.
  3. Eine Salattheke wurde eingeführt. Jetzt sind Salatteller mit verschieden Toppings (z. B. Schafkäse, Hähnchenbruststreifen) im Angebot. Auch die Auswahl des Beilagensalates ist über die Salattheke möglich. Weiterhin bietet der Speisenlieferant einen Salat-Nachschlag für einen günstigen Preis an.
  4. Als feststand, dass der bisherige Speisenlieferant das Gymnasium nicht weiter beliefern wird, wurden Eckpunkte für ein Leistungsverzeichnis erstellt. Dieses diente als Grundlage für die Auswahl des neuen Caterers.

Ansprechpartner und Kontakt:
Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt
Geschwister-Scholl-Straße 4, 97424 Schweinfurt
Schulleiter: Klemens Alfen
Verpflegungsbeauftragte: Carolin Vogel und Kristin Dittert
Coach: Hiltrud Drachenberg
Internet: https://avhsw.de/

Dreiberg-Schule, Knetzgau

Dreiberg-Schule Knetzgau
Die Dreiberg-Schule in Knetzgau besuchen 354 Grund- und Mittelschüler. Rund 110 Gäste nehmen täglich an der Mittagsverpflegung teil. Die Schule wurde in den vergangenen Jahren umfangreich saniert. Sie verfügt über eine gut ausgestattete Küche sowie über neue Mensaräume, in der die Schüler der gebundenen Ganztagsklassen, der Mittagsbetreuung und der offenen Ganztagsschule ihr Mittagessen einnehmen.
Herausforderungen
Gemeinsam haben sich Schulleitung und Essensgremium auf den Weg gemacht, um sich zum Bestell- und Bezahlsystem, zu organisatorischen Abläufen und zu Qualifizierungen des Küchenpersonals fachspezifisch auszutauschen. Der Caterer lädt eine Interessengruppe in die Produktionsstätte ein, damit sie vor Ort einen Einblick in die Arbeitsweise erhalten kann. Überlegungen zu reibungslosen Abläufen führen zu wertvollen Evaluationsergebnissen. Der Schülersprecher vertritt die Schülerschaft mit sehr großem Engagement. Kurze Kommunikationswege und regelmäßiger Austausch tragen somit zur Zufriedenheit aller Beteiligten bei.
Lösungswege
Das Essensgremium sammelt Ideen für den Elternbrief zum Bestell- und Bezahlsystem mit der Bitte an die Firma, diesen zu optimieren. Die Kinder können sich in naher Zukunft, nach demokratischer Abstimmung ihrer Eltern, mit dem Fingerprintsystem legitimieren und das leckere Essen abholen. Das Speisenangebot wird mithilfe einer Schülerumfrage - "Unsere Lieblingsessen" - unter die Lupe genommen. Beim Probeessen am zweiten Elternabend können sich Eltern rund um die Verpflegung informieren. Ein wesentlicher Inhalt wird die Vorstellung vom Bestell- und Bezahlsystem Mensa-Max sein. Die Küchenleitung wird ihr Fachwissen mit einer Teilqualifizierung erweitern.

Ergebnisse

  1. Umstellung der Essensausgabe von Chip auf Fingerprint
  2. Optimierung des Online-Bestellsystems
  3. Erstellung von Mensaregeln durch den Schülersprecher unter Beteiligung aller Kinder aus der Mittagsverpflegung
  4. Optimierung der Abläufe
  5. Betriebsbesichtigung bei der Firma Hofman Menü Manufaktur
  6. Entwicklung von Nachhaltigkeit durch regelmäßige zukünftige Treffen

Stimmen zum Coaching

  • Antje Schorn, Rektorin:
    "Ich freue mich, dass wir durch intensive gemeinsame Besprechungen mit allen Beteiligten des Schulcoachings die Prozesse der schulischen Verpflegung optimieren, so dass bei unseren Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern größtmögliche Zufriedenheit mit der Schulverpflegung an der Dreiberg-Schule Knetzgau besteht."
  • Sven Steger, Konrektor:
    "Wir haben eine gut ausgestattete Küche und Mensa, den Schülern schmeckt das Essen und nun freue ich mich, dass durch das Coaching der Blick von außen auf die Gesamtorganisation der Mittagsverpflegung an der Dreiberg-Schule Knetzgau gerichtet wird."
  • Marco Depner, Gemeinde Knetzgau:
    "Von Seiten der Gemeinde Knetzgau als Sachaufwandsträger für die Dreiberg-Schule Knetzgau lag bei der Bewerbung für das Coaching die Herausforderung vor allen Dingen im Organisationsablauf und in der personellen Struktur unserer Einrichtung. Gerade deshalb, weil sich mit dem Wiedereinzug ins generalsanierte Schulgebäude (im März 2017) mit komplett neuer und hochwertiger Küchentechnik auch neue Verantwortungen ergeben. Die Art und Weise, wie Frau Dümmler das Coaching leitet und moderiert spricht nicht nur für Sachverstand, sondern spornt alle Beteiligte zu Mitarbeit und tollen Vorschlägen an. Besonders erwähnenswert ist das starke Engagement des Schulsprechers, der sich - obwohl selbst kein Esser - für seine Mitschüler einsetzt und sich sehr zielführend in den Schülerdialog einbringt."
Essensgremium der Dreiberg-Schule bei der Betriebsbesichtigung der Fa. Hofmann Menü-Manufaktur

© Lola Cernan

Ansprechpartner und Kontakt:
Dreiberg-Schule Knetzgau
Hainerter Straße 4, 97478 Knetzgau
Schulleiterin: Antje Schorn
Coach: Eva Dümmler
Internet: www.dreiberg-schule.de Externer Link