Fachtagung Ernährungsbildung 2018
Wir sind doch nicht aus Zucker! Kinderernährung in Bewegung

Lachendes Kind mit Regenschirm

© famveldman - fotolia.com

Die Fachtagung Ernährungsbildung im Netzwerk Junge Eltern und Familien fand am 18. Oktober 2018 in Würzburg statt. Die Referenten informierten über die Zusammenhänge des Zuckerkonsums sowie den Einfluss der Bewegung auf die Kinderernährung.

Erzieherinnen, Erzieher, Fach- und Führungskräfte in Betreuungseinrichtungen sind genauso wie junge Eltern mit Fragen zur Ernährung konfrontiert. Die öffentliche Diskussion und unterschiedliche Meinungen spielen dabei eine Rolle. Nicht immer ist sofort erkennbar, was wissenschaftlich fundiert ist. So wird in der Debatte um Zucker einerseits von "purem Gift" gesprochen, andererseits von "purer Energie". Was ist richtig?
Dokumentenservice für Teilnehmer
Die Vorträge und Präsentationen stehen für die Tagungsteilnehmer zum Nachlesen zur Verfügung. Bis 7. Dezember 2018 können Sie sich die Unterlagen herunterladen.

Ansprechpartnerin

Jacqueline Köhler
AELF Würzburg
Von-Luxburg-Straße 4
97074 Würzburg
Telefon: +49 931-7904-741
Fax: +49 931 7904-722
E-Mail: poststelle@aelf-wu.bayern.de

Rückblick

Fachtagung 2017

Fachtagung 2017: Kinderernährung in Bewegung - ein Blick über den Tellerrand

Fünf Personen vor Rollup
Zum 7. Mal veranstaltete das Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Unterfranken in Würzburg die Tagung der Netzwerke "Junge Eltern/Familien Ernährung und Bewegung". Im Oktober 2017 wurde sprichwörtlich ein Blick über den Tellerrand geworfen.
Empfehlungen zu einer gesunden Ernährung sind wichtig. Was aber im Alltag tatsächlich gegessen wird, hängt von unterschiedlichen Einflussfaktoren ab. 100 Teilnehmer aus ganz Unterfranken kamen zur Fachtagung, um Einflüsse auf das Ess- und Bewegungsverhalten genauer unter die Lupe zu nehmen.
Ach, das liegt bei uns in der Familie… - die biografische Dimension der Ernährung
"Ach, das liegt bei uns in der Familie, das mögen wir alle nicht!" Dass Essen und Trinken etwas ganz Individuelles ist und auch von biografischen Ereignissen und unserem gesamten Lebensumfeld geprägt wird, erläuterte Dr. Ute Zocher aus Rom in ihrem Vortrag. "Jeder Mensch hat eine sehr subjektive Wahrnehmung, gerade wenn es um das Thema Essen geht. Fachkräfte müssen vorhandene Schubladen im Kopf abbauen, nur dann kann erfolgreiche Gesundheitsförderung gelingen", so das Fazit der Diplom-Pädagogin.
Vom Ernährer zum Erzieher zur Bindungsperson – Rolle der Väter
"Schubladen im Kopf abbauen" war auch eine Forderung von Dr. Andreas Eickhorst. Der Referent vom Deutschen Jugendinstitut in München beleuchtete die Rolle der Väter vom Ernährer zum Erzieher und zur Bindungsperson. Das aktuelle Rollenverständnis der Väter hat sich zwar in den letzten Jahren gewandelt, trotzdem bestehen nach wie vor traditionelle Rollenarrangements und die Schere zwischen Wunsch und Wirklichkeit nimmt nur zögerlich ab. Wie man Väter von Beginn an gleichwertig in die Themen Ernährung und Bewegung einbeziehen kann, erläuterte der Psychologe: "Es geht nicht immer um komplexe pädagogische Konzepte und Methoden, vielmehr um eine offene und wertschätzende Haltung!"
Bewegung im Alltag
Nach der Mittagspause wurden die Themen des Vormittags in praktischen Foren vertieft. Die Teilnehmer konnten eigene Erfahrungen diskutieren und konkrete Umsetzungsstrategien für ihre tägliche Arbeit entwickeln. Auch das Thema Bewegung kam nicht zu kurz. Annette Wolz, Sportübungsleiterin aus Würzburg, gab zahlreiche Anregungen für Bewegung mit Alltagsmaterialien. Die Teilnehmer durften selbst ausprobieren und aktiv werden. Viele der dargestellten Ideen lassen sich leicht zu Hause umsetzen und werden auch in den Bewegungsangeboten des Netzwerks Junge Eltern/Familien – Ernährung und Bewegung an Eltern weiter getragen.
Neue Impulse und Erfahrungsaustausch
Die Teilnehmer aus Gesundheitsförderung, Familienarbeit und Kindertagesstätten nutzten den regen Austausch im Rahmen der Tagung und konnten viele Impulse für ihre tägliche Arbeit mitnehmen. Jacqueline Köhler, verantwortlich für den Bereich Ernährungsbildung am Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung und Organisatorin der Tagung, freute sich über eine gelungene und informative Veranstaltung.

Fachtagung 2016

Fachtagung 2016: Kinderernährung in Bewegung - Herausforderungen und Chancen
100 Teilnehmer bei der unterfränkischen Fachtagung des Netzwerks "Junge Eltern/Familien" Kinderernährung in Bewegung – Herausforderungen und Chancen. Die 6. Fachtagung des Netzwerks "Junge Eltern/Familien" im Regierungsbezirk Unterfranken fand am 25. Oktober 2016 im Burkardus-Haus in Würzburg statt. 100 Teilnehmer kamen, um sich über aktuelle Themen und den Wandel in der Lebenswelt von Kindern zu informieren und eigene Erfahrungen auszutauschen.
Teilnehmer der Fachtagung Kinderernährung in Bewegung - Herausforderungen und ChancenZoombild vorhanden

Teilnehmer

Mythen auf den Grund gegangen
Eltern, Tagespflegepersonen oder Verantwortliche in Kitas sind tagtäglich mit widersprüchlichen Empfehlungen zu Ernährungs- und Bewegungsfragen konfrontiert. Was ist wirklich dran? Bewegen sich unsere Kinder zu wenig? Sind Lebensmittel mit der Angabe "frei von" oder "ergänzt mit" in der Kinderernährung notwendig? Hinzu kommt, dass Familien aus anderen Kulturen bei uns eine neue Heimat suchen. Die Lebenswelt von Kindern ist im Wandel. Damit ergeben sich neue Fragen, aber auch neue Wege für den alltäglichen Umgang mit Ernährung und Bewegung im Kindesalter. Die Experten der Tagung deckten Mythen auf und beantworteten Fragen des kultursensiblen Umgangs mit Essen, Trinken und Bewegung.
Den Anfang machte Martin Heyn vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung. Er griff in seinem Vortrag verschiedene Mythen und Vorurteile rund um das Thema Kinderernährung und -bewegung auf. Fakt ist, dass Eltern und Kitas auf die Entwicklung der Kleinen großen Einfluss haben; es ist allerdings nicht leicht, die eigenen, festgefahrenen Verhaltensmuster zu ändern. Dies bestätigte auch Dr. Ayse Cicek in ihrem Vortrag "Risikofaktor Migrationshintergrund – Einfluss auf Kinderernährung und – bewegung?!" Frau Cicek, Gesundheitsmanagerin mit eigenem Migrationshintergrund, zeigte Gründe auf, warum Kinder mit Migrationshintergrund ein höheres Risiko für Übergewicht haben als deutsche Kinder. Ein Beispiel ist das Thema Bewegung, das in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutung hat. Außerdem beleuchtete Dr. Cicek weitere kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Einflüsse auf die Kindergesundheit. Zwischen den Vorträgen sorgte eine Bewegungspause für gute Stimmung und einen kleinen Ausgleich.
Alltagstaugliche Anregungen in den Foren am Nachmittag
Am Nachmittag hatten die Tagungsteilnehmer die Möglichkeit, verschiedene Themen in Foren zu vertiefen und eigene Erfahrungen zu diskutieren. Was es im Bereich der Kinderlebensmittel Neues auf dem Markt gibt und wie es vor dem Hintergrund einer ausgewogenen Kinderernährung einzuordnen ist, zeigte Diplom-Ökotrophologin Sonja Osiander anhand vieler Produktbeispiele, fundierten Fachinfos und der ein oder anderen Kostprobe.
Dr. Robert Jaeschke von den Fachklinken Wangen machte in seinem Forum deutlich, wie wichtig körperliche Aktivität für eine gesunde Entwicklung ist. Die Teilnehmer erarbeiteten anhand praktischer Beispiele, wie sie Eltern und Kinder motivieren und anleiten können, ihr Bewegungsverhalten zu verändern.
In einem dritten Forum wurde das Projekt "Mit Migranten für Migranten – interkulturelle Gesundheit in Bayern" vorgestellt. Gesundheitsmediatorin Lilli Setschin und Projektleitung Britta Lenk-Neumann zeigten alltagstaugliche Beispiele auf, wie es gelingen kann, Kinder mit Migrationshintergrund und ihre Familien durch gesundheitsfördernde Angebote zu erreichen.
"Ernährungsbildung ist eine wichtige Aufgabe, bei der Familien schon möglichst früh unterstützt werden sollten", betonte auch Bundestagsabgeordneter Paul Lehrieder in seinem Grußwort zur Jahrestagung. Dieser Aufgabe widmen sich die Netzwerke "Junge Eltern/Familien" an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Bayern seit über 6 Jahren erfolgreich. Jacqueline Köhler, Organisatorin der Tagung, freute sich über eine gelungene Veranstaltung: "Wir freuen uns, dass unsere Tagung so gut angenommen wird. Mit dem breit gefächerten Programm haben wir aufgezeigt, wie aus Herausforderungen in der Lebenswelt von Kindern Chancen werden können."
Jacqueline Köhler, Fachzentrum Ernährung/ Gemeinschaftsverpflegung Ufr., Paul Lehrieder, MdB, und Andreas Maier, Behördenleiter AELF Würzburg

Jacqueline Köhler, Paul Lehrieder, Behördenleiter Andreas Maier

Grußwort des Bayer. Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durch Frau Dr. Eva-Maria Gokel (KErn)

Dr. Eva-Maria Gokel (KErn)

Martin Heyn deckte aktuelle Mythen und Vorurteile auf.

Martin Heyn

 Wie sich die Situation in Familien mit Migrationshintergrund darstellt, erläuterte Dr. Ayse Cicek

Dr. Ayse Cicek

Sonja Osiander gab einen informativen Überblick über die Produktpalette von Kindermilch, Quetschbeutel  und Co. und erläuterte deren Pro und Contra

Sonja Osiander

Dr. Robert Jaeschke erarbeitete im Bewegungsforum viele praktische Tipps und Anregungen mit den Teilnehmern.

Dr. Robert Jaeschke

Britta Lenk-Neumann, Leiterin des Projekts „Mit Migranten für Migranten“ und Lilli Setschin, Gesundheitsmediatorin, zeigten mögliche Zugangshindernisse, aber vor allem Ressourcen auf, Familien mit Migrationshintergrund zu erreichen.

Britta Lenk-Neumann und Lilli Setschin

Fachtagung 2015

Fachtagung 2015: Kinderernährung bewegt - Trends unter der Lupe

Bei der Fachtagung 2015 in Würzburg drehte sich unter dem Motto "Kinderernährung bewegt - Trends unter der Lupe" alles um die neuesten Entwicklungen in Kinderernährung und -bewegung. Dr. Annett Hilbig vom Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund stellte die Chancen und Risiken einer fleischlosen bzw. veganen Kinderernährung dar. Sportökonomin Ines Eisenbarth brachte die Teilnehmer mit einem Sitzplattler "in Bewegung", bevor sie in ihrem Vortrag verdeutlichte, wie die bewegte Kindheit 2015 aussieht. "Vom Windelflitzer zum Handy(be)sitzer" beschreibt den sitzenden Lebensstil, der in unserem Alltag vorherrscht, die Bewegungstrainerin gab einige Anregungen, diesem entgegenzuwirken.
Ines Eisenbarth bringt die Teilnehmer in Bewegung

Ines Eisenbarth

Eröffnung der Jahrestagung mit Bundestagsabgeordneten Paul Lehrieder

Eröffnung mit MdB Paul Lehrieder

Dr. Annett Hilbig beim Vortrag

Dr. Annett Hilbig

Vortrag von Monika Ziebart

Monika Ziebart

Bewegungsforum

Bewegungsforum