Fortbildung für Fachlehrerinnen
Ernährung im digitalen Zeitalter

Der Boom an neuen Apps im Gesundheits- und Ernährungsbereich ist gewaltig. Wo ist der Nutzen? Wo sind die Risiken? Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Würzburg informierte darüber vom 1. bis 10. Juli 2019 anlässlich der Bayerischen Ernährungstage.

Der Trend zur Digitalisierung in der Ernährung zeigt sich daran, dass Bürgerinnen und Bürger digitale Helfer, wie Smartphone, Tablet, Notebook und Co. völlig selbstverständlich auch im Bereich Gesundheit und Ernährung nutzen. Beispielsweise sie Lebensmittel online, fragen Informationen zu Inhaltsstoffen ab oder entdecken neue Rezepte. Für fast jedes Anliegen gibt es die passende App. Doch wie lässt sich durch diesen Überfluss ein gangbarer Weg finden? Wie lässt sich dieser Trend für einen gesünderen Lebensstil mit mehr Genuss und Entspannung einsetzen? Interessierte Fachlehrerinnen für Ernährung und Gestaltung aus der Stadt und dem Landkreis Würzburg informierten sich im Rahmen einer Fortbildung über die Bedeutung der Digitalisierung im Ernährungsbereich.
Perspektivwechsel mit der Virtual Reality-Brille
Ein Parcours zeigte digitale Möglichkeiten, die einen gesundheitsförderlichen Lebensstil unterstützen. Die Besucher unternahmen zudem eine kurze Zeitreise durch die Welt des Einkaufens - von früherer Zeit bis hin zu einer realistischen Zukunft. Der auf einer Virtual Reality-Brille gezeigte Film "Wunderpille Bewegung – eine faszinierende 360°/3D Reise in den Körper" gab beeindruckende Einsichten ins Innenleben des menschlichen Organismus, die Besucher konnten hautnah erleben, wie sich der Körper positiv verändert, wenn mehr und vor allem regelmäßige Bewegung ins Spiel kommt.
Tipps zur Bewertung von Apps
Die Fachlehrerinnen konnten auf Tablets vom AELF bewertete Apps ausprobieren. Martina Fischer, am AELF zuständig für den Fachbereich Ernährung, zeigte Apps und gab Tipps zur Bewertung. Empfehlenswert ist laut Fischer die App-Trilogie des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (s.u.).
Es gibt Apps, die dem Nutzer zeigen, wo er regionale Produkte kaufen kann, sowie eine App, die den Verbrauchern bei der Resteverwertung in der Küche hilft. Neben den nützlichen Apps, gibt es natürlich auch sehr viele, die vor allem Nutzerdaten "abgreifen" wollen und wissenschaftlich nur unzureichend abgesichert sind.
Kritisch prüfen
Die Ernährungsfachfrau fasst zusammen: "Nachdem in den App-Stores über 200.000 Ernährungs- und Gesundheits-Apps angeboten werden, sollten kritische Verbraucher vor der Nutzung der Apps immer prüfen, ob fachlich kompetente Ansprechpartner genannt werden, die Informationen wissenschaftlich abgesichert sind, Richtlinien zum Datenschutz eingehalten werden, die Apps frei von Werbung sind und ein Impressum zu finden ist."
Buttos Schwangerschaft, Babys, Besteck und Schriftzug "familie-gesund-ernährt.de"
App-Trilogie
Martina Fischer vom AELF empfahl die App-Trilogie des Staatsministeriums. Diese bietet Ernährungstipps für Schwangere sowie für Eltern von Babys und Kleinkindern bis drei Jahre. Der "Breikalkulator" in der Baby-App versorgt Eltern mit Rezepten.